Redemption - The Origins Of Ruin - Cover
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Redemption The Origins Of Ruin


  • Label: Inside Out/SPV
  • Laufzeit: 57 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Im Vergleich zum Vorgänger fällt auf, dass sich viele Schemata wiederholen und bestenfalls in einem anderen Kontext präsentiert werden.

Sänger Ray Alder hat neben seinem Engagement als Mann hinterm Mikro bei den Prog-Metal-Vorreitern Fates Warning also nun auch bei Redemption einen Fulltime-Job angenommen. Das sich dieser Entschluss auch klanglich niedergeschlagen hat, war nicht nur dem Vorgänger „Fullness of time“ (07/2005) anzuhören, sondern führt auch auf dem neuesten Longplayer des Fünfers, der neben Alder aus Nicolas van Dyx (Gitarre, Keyboard), Sean Andrews (Bass), Bernie Versailles (Gitarre) und Chris Quirarte (Schlagzeug) besteht, den sanften und melodiösen Einfluss von Fates Warning mit der kombinierten Härte eines „Train of thoughts“ von Dream Theater weiter. Im Gegensatz zum Vorgänger fällt allerdings auf, dass sich viele Schemata lediglich wiederholen und bestenfalls in anderem Kontext präsentieren ohne das neue Ideen eingeworfen und sinnvoll und stimmig umgesetzt werden.

Der Opener „The suffocating silence“ lässt sich diese Stagnation zwar noch nicht anmerken und gibt das Tempo für die folgenden Tracks vor, diese ergießen sich jedoch anschließend zusätzlich in die angesprochenen gleichen Strukturen und gefallen nur bedingt. Ebenso das epische „Memory“, welches unentwegt über Hürden springt, Ausfallsschritte macht ohne zu rasten und dabei nach vor schnalzt ohne ein Ziel zu haben bis Alder nach über 9 Minuten ohne Instrumente ein kurzes Schlussplädoyer abgibt und der Song endet. Das geht sicherlich spannender und wird sofort vom innerlich zerrissenen Titeltrack „The origins of ruin“ bestätigt. Eine derartig ergriffene und sensible Darbietung, die Verzweiflung und Zerbrochenheit gleichermaßen ausdrückt bekommt man wahrlich selten zu hören. Umso besser das mit „Man of glass“ danach der bislang stärkste Track seinen Weg in die Ohrmuschel bahnt.

„Blind my eyes“ setzt allerdings noch einen drauf und lässt nach einer mitreißenden, musikalischen Tour de Force ein furioses Finale auflaufen, dass es in sich hat und gegen das „Used to be“ fast nichts entgegenzusetzen hat, obwohl das Stück durchaus solide ist. Dafür zeigt das abschließende und wieder etwas länger geratene „Fall on you“ wie ein fast 10 Minuten langer Song aufbautechnisch auszusehen hat, indem sich die Mitglieder von Redemption allesamt in einen wundervoll arrangierten Schlussteil in Ekstase spielen, dessen perfektes Arrangement man neidlos anerkennen muss. Eine der letzten Textzeilen, die Alder von sich gibt lautet „I know it´s a frightening world and it´s a confusing world, but you know that I have to believe you will find the goodness in it”. Wird diese Aussage auf das Album „Origins of ruin” umgemünzt, so kann gut und gerne behauptet werden, dass es sich damit nicht unwesentlich anders verhält.

Anspieltipps:

  • Fall On You
  • Blind My Eyes
  • The Origins Of Ruin
  • The Suffocating Silence
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