Thunderstorm - As We Die Alone - Cover
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Thunderstorm As We Die Alone


  • Label: Audioglobe/SPV
  • Laufzeit: 49 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die neue Solitude Aeturnus-Scheibe „Alone“, die im letzten Jahr im November erschienen ist, zeigte, dass sich endlich wieder etwas tut im Doom-Kosmos und dass das Genre nicht allein auf Begründer wie Black Sabbath angewiesen ist um ein innovatives Stück Metal zu hören. Der einen Monat vorher veröffentlichte Zweitling „II“ (10/2006) von Leif Edlings Band Krux ließ außerdem wieder Hoffnungen aufwallen, dass auch Candlemass endlich wieder ein Album in die Läden stellen, nachdem mit Robert Lowe (Solitude Aeturnus) endlich ein Nachfolger für Messiah Marcolin gefunden wurde, was ganz nebenbei erwähnt im Sommer in den Release der Scheibe „The king of the grey island“ gipfeln wird.

Doch bereits vorher knallen die Newcomer Middian, die sich aus der Asche von YOB heraus gegründet haben, mit „Age eternal“ (03/2007) einen Stoner Rock-infizierten Doom-Brocken heraus, der sich rein gar nichts schenkt und voll auf die Zwölf zielt. Und während man sich wundert, wie das bei einem Genre wie Doom Metal gehen soll, schneit mal schnell die neue Scheibe der Italiener Thunderstorm vorbei, die mit „As we die alone“ ihren einigermaßen anständigen Vorgängern „Sad symphony“ (2000), „Withunter tales“ (2002) und „Faithless soul“ (2004) in nichts nachstehen will.

Leider können Fabio Bellan (Gesang, Gitarre), Omar Roncalli (Bass) und Attilio Coldani (Schlagzeug) dem Genre keine neuen Facetten abgewinnen und lassen den von ihnen zelebrierten Old School-Doom, der sich bestenfalls das Frühwerk von Black Sabbath (bis etwa „Sabbath bloody sabbath“) oder Candlemass zum Vorbild nimmt, in kraft- und saftlose Stücke ufern, die ohne Ecken und Kanten auf einer Wellenlänge vor sich hin wabern und keinesfalls mit der stärker werdenden Konkurrenz mithalten können bzw. in antiquierten Strukturen erklingen, die aus (zugegeben) sorgsamer aber langweiliger Resteverwertung bestehen.

Einzig und allein das zappelnde „The mad monk“ und das Zwischenspiel „Preacher´s dream“ können überzeugen, denn auch das als Anspieltipp geführte „Hypnowheel of life“ birgt einige Minuspunkte wie z.B. ein fesselndes Riff oder zumindest eine Art Melodie. Die restlichen Tracks, abgesehen vom einminütigen „L“ und dem Jimi-Hendrix-Cover „Voodoo child“, irren auf langgezogenen Bahnen umher, verharren in derselben Geschwindigkeit und lassen zu keiner Zeit abwechslungsfördernde Uptempo-Parts zu. Dadurch wird „As we die alone“ nicht nur eine langatmige, sondern auch einschläfernde Angelegenheit. Dann lieber doch der unkontrollierte Wahnsinn von „Age eternal“.

Anspieltipps:

  • The Mad Monk
  • Preacher´s Dream
  • Hypnowheel Of Life
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