Noisettes - What´s The Time Mr. Wolf - Cover
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Noisettes What´s The Time Mr. Wolf


  • Label: Cherry/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

The hottest Shit straight from London: Die Noisettes legen nach ihrer 2005er EP „The Three Moods Of The Noisettes” mit „What’s The Time Mr. Wolf?“ endlich ihr Albumdebüt vor und überzeugen darauf mit entzückend schrägen Tönen zwischen Björk, The White Stripes, Yeah Yeah Yeahs und Sonic Youth, ohne den Mainstream ohne Not ganz und gar aus den Augen zu lassen. Doch damit dies funktioniert, wird nicht nur ein guter Rhythmusunterbaus benötigt – dafür zuständig Gitarrist Dan Smith und Drummer Jamie Morrison –, sondern auch eine vielseitige Stimme.

Diese gehört im Fall der Noisettes einer gewissen Shingau Shoniwa, die nebenher noch den Bass bedient und mit ihrem Organ so ziemlich alle Register abdeckt. Egal ob dreckiger Punkrock oder einschmeichelnder Soul, der Dame macht so schnell keiner etwas vor. Außerdem muss der dunkelhäutigen Schönheit ein Hang zu extrovertierter (björkscher) Stimmakrobatik nachgesagt werden, mit der sie treibende Garagenrocker wie „Scratch your name“ und „Sister Rosetta (capture the spirit)“ zu bunten Kindergeburtstagen umstrickt und einem mutmaßlich ausgelutschten Genre neues Leben einhaucht. Folglich ist „What’s The Time Mr. Wolf?“ ein stylisches Feuerwerk aus Rhythmen, Riffs und Gesangskunst, zu dem sich amtlich feiern lässt.

Natürlich besteht latent die Gefahr, dass die Noisettes mit ihrem Avantgarde-Rock frisch aus der Garage einen Schritt zu weit gehen. Und zartbesaitete Gemüter werden mit rumpelnden Kreischorgien wie „IWE“ und „Mind the gap“ sicher ihre liebe Mühe haben. Wer aber z.B. an die schrägen Klänge von Sonic Youth gewohnt ist, wird Noise-Eruptionen á la „Cannot even (break free)“ und „Speedhorn“ vergöttern. So frisch und gleichzeitig messerscharf klang Gitarrenrock schon lange nicht mehr. Dann kann man mal sehen was passiert, wenn eine Band wie The White Stripes so lange Pause macht. Plötzlich steht ein Newcomer-Trio aus London vor der Tür, das wie selbstverständlich das Haus rockt und ernsthafte Ansprüche anmeldet. Cool!

Anspieltipps:

  • Speedhorn
  • Bridge to Canada
  • Scratch your name
  • Cannot even (break free)
  • Sister Rosetta (Capture the spirit)
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