The Jai Alai Savant - Flight Of The Bass Delegate - Cover
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The Jai Alai Savant Flight Of The Bass Delegate


  • Label: City Slang/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn es eine neue Band mit gerade einmal 15 aberwitzigen Minuten schafft, den Spagat zwischen At The Drive-In, The Police und relaxtem Ska-Punk zu vollführen, dann kribbelt es die Journalisten natürlich in den Fingern, die bereits „the next best thing“ schnuppern. Hype inbegriffen. Und tatsächlich war die EP „Scarlett Johansson why don´t you love me“ (10/2006) ein Quell an Ideenreichtum und lässigem Witz, sodass der Debüt-Longplayer „Flight from the bass delegate“ von Ralph Darden (Gesang), Jeremy Gewertz (Schlagzeug) und Dan Nash Snyder (Bass) alias The Jai-Alai Savant schon im Vorfeld als das Aushängeschild 2007 gehandelt wurde.

Einen Hördurchgang und 40 Minuten später ist man allerdings klüger. Die Band rund um Mastermind Darden hat zwar keine Bruchlandung hingelegt, von dem erwarteten Geniestreich ist „Flight of the bass delegate“ allerdings meilenweit entfernt. Natürlich funktioniert die Post-Hardcorepunk-Mischung mit der erfrischenden Brise an Reggae, Dub und Ska auch auf Albumlänge, doch mehr als gehobener Durchschnitt ist das nicht. So wütend, launisch und zappelnd die Vorab-EP sich gebärdete, so handzahm und gar nicht aufregend rumpelt das Genrekarussell munter vor sich hin.

Tracks wie „Arcane theories“, „White on white crime“, der Übersong „Scarlett Johansson why don´t you love me” oder das über 7 Minuten lange, in Stroboskoplicht getauchte Monster „The low frequent sea” jagen zu Beginn zwar amtlich durch die Lautsprecher, Zwischenteile wie „Transmission from the delegate“ und unentschlossene Stücke der Marke „30´s in the thousands“, „Murder pon the dancehall pt. II“ oder „Vengeful blade of the desperate“ strapazieren die Nerven und bedienen sich zu oft an gleichen Effekten (vor allem Echo und Hall) oder denselben rhythmischen Begebenheiten. Vielleicht kratzen The Jai-Alai Savant mit ihrem nächsten Werk die Kurve zu einem wesentlich stimmigerem Werk. Leider war für „Flight of the bass delegate“ auf der EP schon alles gesagt.

Anspieltipps:

  • Arcane Theories
  • White On White Crime
  • Scarlett Johansson Why Don´t You Love Me
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