Sonic Reign - Raw Dark Pure - Cover
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Sonic Reign Raw Dark Pure


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Natürlich wäre es einfach das Debüt von Sonic Reign kurzerhand als „Raw dark pure“ zu beschreiben, allerdings würde das dem ganzen Opus nicht gerecht werden. „Aggressive“, „fast“ und „groovy“ sind die Eckpfeiler, die zur ersten Veröffentlichung von Ben (Gesang, Gitarre) und Sebastian (Schlagzeug) ebenso passen wie die Brille aufs Klo oder der Ketchup in den Hamburger. Eine Vollbedienung in Sachen lässige Coolness, die ein Black-Metal-Album in dieser Form schon lange nicht mehr atmen durfte.

Hinzu kommt noch die unablässige, musikalische Berg- und Talfahrt, die das Duo aus düsteren, schleppenden Parts und knallharten Knüppeleinlagen zusammenzimmert und kantig auf den Hörer niederprasseln lässt. „Reminiscence of imperial wrath“ mit seinen genialen Lyrics, „To rebel and to fail“ oder der mächtige Titeltrack sind hier Paradebeispiele und Paradigma für die Zerstörungskraft von Sonic Reign.

Immer wieder mischt sich in betörender, eindringlicher Art und Weise das mal gurgelnde mal krächzende Organ Bens zwischen die unerbittlich krachenden Instrumentenorgien, die den Black Metal anno 2006 (das Album wurde bereits im Juli letzten Jahres auf dem bandeigenen Label Sovereignity Records veröffentlicht) hoch leben lassen wie kein anderes Werk und sich dermaßen geschickt Ideen von den Meistern dieses Fachs geholt und in ihren eigenen Klangkosmos eingebettet haben, dass „Raw dark pure“ auch in der Neuauflage via Metal Blade frisch und intensiv klingt, obwohl die Eigenständigkeit dadurch ein bisschen auf der Strecke bleibt.

Anspieltipps:

  • Raw Dark Pure
  • To Rebel And To Fail
  • Reminiscence Of Imperial Wrath
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