Ercandize - Verbrannte Erde - Cover
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Ercandize Verbrannte Erde


  • Label: Optik Records
  • Laufzeit: 60 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Neues aus deutschen HipHop-Landen: Ercan Kocer (27) alias Ercandize, studierter Diplom-Ökonom und rappender Hoffnungsträger aus dem Stall von Kool Savas respektive Optik Records, legt sechs Jahre nach seinem Debüt mit „Verbrannte Erde“ sein langerwartetes zweites Soloalbum vor.

Der junge Deutsch-Türke aus dem Ruhrpott hat im Bochumer Habitat-Studio 18 Tracks eingesungen, an denen u.a. Melbeatz, Rooq, Link & Hawk, DJ Jones, Kool Savas, Lakman One, Moe Mitchell, Bashar, Too Strong sowie Snaga und Pillath mitgearbeitet haben. Er präsentiert sich auf seiner zweiten Platte mehr oder weniger als intelligente Gangsta-Rap-Variante, die zwar auch nicht mit deftigen Worten hinterm Berg hält, aber einen Tick mehr als Dicke-Hose- und Battletracks zu bieten hat.

Vergleichbar mit dem hessischen Rap-Kollegen Curse, versteht es Ercandize in einigen seinen Tracks heikle Themen anzupacken („Verbrannte Erde“) oder einen lupenreinen Lovesong abzuliefern („Winterblume“). Auf die Ghetto-Rap-Kacke (Mein Block, mein Auto, meine Kumpels, meine Knarre) wird in Stücken wie „Anderer Wind“ und „Wer ich bin“ gehauen, während „Real HipHop“ einen Tribut an den East- und Westcoast Old School Rap aus den USA darstellt und „Herz eines Löwen“ klarstellt, wer der wahre King of Rap ist. Das ist weder sensationell gut noch zeigt das Material auffallende Schwächen. Solide – das trifft es wohl am besten.

Anspieltipps:

  • Alles
  • 16 Bars
  • Cho Cho
  • TNT pt. 2
  • Gutter Muzik
  • Verbrannte Erde
  • Überall (W.E.L.T.)
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