Antimatter - Leaving Eden - Cover
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Antimatter Leaving Eden


  • Label: Prophecy/SOULFOOD
  • Laufzeit: 47 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach dem letzten, rein akustischen Antimatter-Album „Planetary Confinement“ hat es einige Veränderungen im Bandgefüge gegeben. Duncan Patterson, der langjährige Songwriting-Partner von Mastermind Mick Moss stieg aus, dafür wurde Anathema-Gitarrist Danny Cavanagh als Session-Musiker gewonnen. Die alleinigen Zügel hat also ab jetzt Mick in das Hand, damit kommt es auch zu einigen Veränderungen im Sound. Natürlich, die allgemeine Melancholie und Schwermütigkeit, die bisher alle Antimatter-Alben auszeichnete ist nicht gewichen, doch finden nun auch neue, rockigere Elemente ihren Einzug und machen „Leaving Eden“ zur bisher härtesten Platte der Band.

Leise und düster beginnt der Opener „Redemption“ nur mit minimalistischer Instrumentierung und Micks unverwechselbarer, sonorer Stimme. Minutenlang baut sich der Song auf, nach und nach steigen weitere Instrumente ein und lassen die Spannungskurve unaufhörlich nach oben zeigen. Erst in der dritten Minute kommt dann die E-Gitarre mit stehenden Akkorden und warmen Soli zu Einsatz. Bedingt durch Cavanagh kann man hier tatsächlich einige Parralelen zu Anathema heraushören, die sich aber gut in den Sound von Antimatter eingliedern.

Vom Aufbau her ähnlich, jedoch nicht minder intensiv ist „Another Face In A Window“. Auch bei „Ghosts“ brechen erst ziemlich spät die elektrisch verstärkten Instrumente hervor. Vorher verzaubern Streicher und Akustikgitarre mit einigen wunderschönen Melodien den Hörer. Sogar gänzlich dominiert von der E-Gitarre wird das verhältnismäßig flotte „The Freak Show“.

Wie nah der Sprung von der Melancholie hin zur Langweilie bei Musik wie sie Antimatter machen ist, kann man beim Instrumental „Landlocked“ hören, bei dem es sich künstliche Verlängerung des Albums handelt. Wie man es richtig macht, zeigt das verträumte, von der Akustikgitarre getragene „Conspire“. In dieselbe Kerbe schlägt der Schlusstrack „Fighting For A Lost Cause“, der in seiner Gesamtheit sogar noch ein wenig schlüssiger rüberkommt. Songs wie dieser laden einfach dazu ein, die Augen zu schließen und sich ganz von der Musik von Antimatter erfüllen zu lassen. Auch ohne Duncan Patterson hat Mick Moss wieder eine hervorragende Platte abgeliefert.

Anspieltipps:

  • Redemption
  • Freak Show
  • Fighting For A Lost Cause
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