Annihilator - Metal - Cover
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Annihilator Metal


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 55 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Das schlicht „Metal“ betitelte neue Annihilator-Werk ist keine Offenbarung geworden.

Na bravo! Da sprießen seit neuestem aus den diversesten Kellern mancher Schreibstube nicht nur so schwammige Genres wie Weird Rock, Evil Disco oder Dream Pop hervor, jetzt will uns Jeff Waters (Gitarre, Gesang) auch noch den sogenannten „Annihilator Metal“ andrehen und dass nur weil seine Truppe eben verschiedenste Stilrichtungen des Heavy Metal zu einem sinnvollen Ganzen kombiniert. Wäre das nicht schon alles, lässt die einzige Konstante im Kosmos der kanadischen Thrash Metaller zusätzlich derartige Sprüche wie „Die neue Scheibe („Metal“) wird als eines der coolsten Gitarrenalben aller Zeiten bekannt werden und ist gleichzeitig die stärkste Platte meiner Karriere.“ vom Stapel. Hat der gute Herr Waters etwa seine eigenen Schöpfungen wie „Alice in hell“ oder „King of the kill“ vergessen?

Wie dem auch sei, mit dem Opener „Clown parade“ des von Gaststars nur so überhäuften, neuen Werk von Annihilator gibt es zwar ordentlich eins auf die Birne, aber eine grandiose Meisterleistung ist das Stück sicherlich nicht, da kann Jeff Loomis von Nevermore sich noch so verwegene Duelle mit Waters liefern, die Nummer kommt nicht über gut gemeinten Durchschnitt heraus. Bei „Couple suicide“ mit Danko Jones und Angela Gossow (Arch Enemy) sowie dem hymnischen „Army of one“, dass eine Unterstützung durch Gitarrist und Sänger Steve „Lips“ Kudlow der kanadischen Heavy Metal-Truppe Anvil erhält, bietet sich dasselbe Spiel, wodurch erst „Downright dominate“ mit Children Of Bodom-Vorstand Alexi Laiho mehr aus sich herauskommt und auch endlich den vorher etwas matt klingenden Schlagzeugsound merklich verbessert.

Anders Bjorler (Gitarrist bei The Haunted) darf sich in „Smothered“ gemeinsam mit Waters und den anderen Annihilator-Wichteln Dave Padden (Gesang) und Mike Mangini (Schlagzeug) noch durchschnittlicher Kost hingeben, bis „Operation annihilation“ einen Wendepunkt markiert, da danach eine Abrissbirne an die nächste anschließt. Angefangen beim 8-Minuten Bollwerk „Haunted“, in dem Jesper Stromblad (In Flames) über die Saiten seiner Klampfe flitzen darf, über das schreddernde „Kicked“ mit Corey Beaulieu (Trivium), bis hin zum lässig groovenden „Detonation“ (dieses Mal mit Jacob Lynam der amerikanischen Heavy Rocker Lynam) und dem grandiosen Abschluss „Chasing the high“, den Gitarrenschwinger Willie Adler der Metalcore-Truppe Lamb Of God mit gebührender Wucht anpeitschen und übers Ziel jagen darf. Somit ist das schlicht „Metal“ betitelte neue Annihilator-Werk keine Offenbarung geworden, aber schlussendlich haben sich doch ein paar geile Nummern eingefunden, die zum Rübe schütteln und vor allem der Luftgitarre genügend Futter bieten.

Anspieltipps:

  • Kicked
  • Haunted
  • Detonation
  • Chasing The High
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