Bone Thugs-N-Harmony - Strength And Loyalty - Cover
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Bone Thugs-N-Harmony Strength And Loyalty


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 58 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Etikett Gangster-Rapper passt zu der HipHop-Band Bone Thugs-N-Harmony wie die Faust auf das berühmte Auge: Flesh-n-Bone sitzt wegen Waffenbesitzes und Verletzung seiner Bewährungsauflagen für elf Jahre im Gefängnis, Bizzy Bone wurde wegen übermäßiger Drogenexzesse aus der Band geworfen und Eazy-E starb an Aids. Songtitel wie „9mm“ und „Gunblast“ braucht man nicht weiter zu kommentieren. Im Booklet danken die drei verbliebenen Bandmitglieder Krayzie Bone, Layzie Bone und Wish Bone zuerst Gott und der Track „Order my steps“ klingt nicht nur ziemlich gottesfürchtig, wie bei vielen Genrekollegen darf man eine seltsame Kombination von starkem Glauben und Ghettorealität bestaunen.

Nach der Unterschrift beim Branchenriesen Interscope/Universal sollten nach diversen Soloausflügen der einzelnen Rapper nun die kommerziellen Erfolge (immerhin 40 Millionen verkaufte CDs) weiter fortgeführt werden. Die illustre Produzentenriege, allen voran Swizz Beatz (Jay-Z, DMX, Mary J. Blige), Akon und Jermaine Dupri, wurde nur noch von den Gastsängern Mariah Carey, wiederum Akon, Bow Wow, Twista, The Game und will.i.am (Black Eyed Peas) übertroffen. Das siebte Album hält den hohen Erwartungen stand, denn die drei HipHopper überzeugen durch ihre bekannten pfeilschnellen Reime, die sie perfekt mit originellen Samples kombinieren.

Der Opener „Flowmotion“ gibt einen guten Eindruck, wie gut die erfahrenen Rapper die Genregesetze beherrschen, da harmonieren die flotten Rapeinsätze mit dem Oldiesample von „Sky high“ dermaßen perfekt, das ist hervorragende Black Music. Eine sehr ungewöhnliche Kombination dieser Variante bietet „Wind blow“ an: Fleetwood Macs „The Chain“ erklingt als Originaleinspieler und die Kollegen von Bone Thugs-N-Harmony rappen einfach gekonnt dazwischen und eine sehr hörenswerte Klangmischung entsteht. Akon steuert mit „I tried“ seinen ersten Beitrag dazu, versucht aber zu sehr seinen derzeit erfolgreichen Stempel den Oldschoolrappern aufzudrücken, was dann eher durchschnittlich klingt.

„Lil' love“ mit Mariah Carey und Bow Wow bekommt dagegen nur das Prädikat Dutzendware vom Black-Music-Wühltisch. Das haben die Bones gar nicht nötig, aber ohne den Namen Dupri im Booklet darf wohl kein Rapalbum verkauft werden. „Order my steps“ wird von der hervorragenden Gospelsängerin Yolanda Adams veredelt, da werden die vermeintlich bösen Jungs ganz zahm und rappen hörenswert über ihren Glauben. Zum Schluss des Longplayers gibt sich Akon noch mal mit „Never forget“ die Ehre und diesmal groovt es schön und sowohl die alten als auch die neuen Fans sind zufrieden. Die 14 Tracks sind größtenteils als gelungen zu bezeichnen, die Bone Thugs-N-Hamony-Combo scheint wieder im Geschäft zu sein.

Anspieltipps:

  • Flowmotion
  • Wind blow
  • C-Town
  • Order my steps
  • Never forget
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