Fabolous - From Nothin´ To Somethin´ - Cover
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Fabolous From Nothin´ To Somethin´


  • Label: Def Jam/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 64 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

„From Rags To Riches“, „Kingdom Come“ oder „Get Rich Or Die Tryin“ – alle drei Titel sind Kampfansagen zur Machtübernahme des HipHop-Imperiums. Mit der Titelwahl „From Nothin To Somethin“ hält sich Brooklyn-Rapper Fabolous eindeutig dezenter zurück, als seine Kollegen Jigga und Fifty. Doch eigentlich hat es der Punchline-MC mit dem berühmten Laid-Back-Flow und Lady-Tracks-Macher gar nicht nötig, sich hinter den Rücken seiner Rapkollegen zu verstecken. Denn mit seinem bereits vierten offiziellen Solo-Album überzeugt Fab mal wieder mit einem abwechslungsreichen und starken Mix aus R&B- und HipHop-Nummern. Beeindruckend ist auch die Gästeliste des inzwischen 29-jährigen MCs auf der sich R&B- und HipHop-Größen wie u.a. Jay-Z, Uncle Murda, Swizz Beatz, Young Jeezy, Junior Reid, Rihanna, Akon, T-Pain und Newcomer Lloyd tummeln.

Es beginnt mit den ersten beiden Tracks „From Nothin To Somethin Intro“ und „Yep, I’m Back“, in denen Fab kraftvoll klar stellt, weshalb er der „Return of the Hustler“ genannt wird. Die genannten Songs sind übrigens die einzigen Tracks ohne Feature-Artists. Danach beginnt die Achterbahnfahrt in Mixtape-Manier. Zusammen mit Akon („Change Up“), Ne-Yo („Make Me Better“) und T-Pain („Baby Don’t Go“) folgen drei R&B-lastige Lady-Love-Songs, die allesamt sehr Mainstream-tauglich sind. Der von Timbaland produzierte „Make Me Better“-Beat stellt hier den Höhepunkt dar, da die Tracks eher als R&B-Nummern mit einer Portion Rap bezeichnet werden können.

Anschließend folgt mit einer Just-Blaze-Produktion und Unterstützung von Swizz Beatz der Rap-Track „Return Of The Hustle“. Trotz des Dreamteams Fab, Blaze und Swizz fehlt hier leider das richtige Feeling zum Mitgrooven, denn der Beat ist mit den vielen Samples zu überfüllt und passt nicht ganz zu Fabs Flow. Das darauffolgende „Gangsta Don’t Play“ hätte ein richtiger Klassiker von dem fabulösen Rapper werden können. Zusammen mit Legende Junior Reid wechselt Fab von R&B und Rap zu Reggae und begibt sich in die Rastafari-Atmosphäre. Einziger Schwachpunkt dieses tollen Experiments ist der Beat, der ein wenig eintönig geraten ist. Mit „Real Playa Like“ zusammen mit Lloyd präsentiert sich Fabolous ganz im Stil von Lady Lover Cool J und haut mit „First Time“ featuring Rihanna einen weiteren R&B-Rap-Mix-Song auf die Platte.

Danach dreht Mr. Fabolous aka The Return Of The Hustler erst richtig auf. Das von Steve Morales produzierte „Diamonds“ featruing Young Jeezy wurde bereits vor der Veröffentlichung von „From Nothin To Somethin“ in den Clubs, Autos und Radiostationen rauf und runter gespielt – jetzt erreicht es auch endlich Deutschland. Fab zeigt sich hier at his best und beweist einmal mehr, dass die Punchlines auf seiner Zunge liegen und nur darauf warten, hinausgeschmettert zu werden. Doch wer glaubt, dass nun schon wieder Schluss mit HipHop-Tracks im NYC-Style ist, liegt falsch. Es folgt der hochwertige Streetbanger „Brooklyn“ zusammen mit Jay-Z und dem neuen Rocafella-Member Uncle Murda, sowie das clubtaugliche „I’m The Man“ featuring Red Café und das kraftvolle „Jokes On You“ zusammen mit Pusha T. Drei erstklassige HipHop-Street-Tracks in Folge. Starke Leistung von Fabolous, doch es kommt noch mehr. Mit „Street Family“ beendet Fab sein Album mit einem weiteren sehr starken Rapsong und vereint nahezu die gesamte Street Fam (u.a. Ransom, Freck Billionaire, Joe Budden, Red Café und Paul Cain) auf einem Song – dope, man.

Fazit ist, dass Fabolous viertes Studioalbum „From Nothin To Somethin“ genau das verspricht, was man von dem MC erwartet hat. Eine perfekte Mischung aus HipHop und R&B, gute Punchlines und hochkarätige Feature-Artists. Fab hat seine Mission mal wieder erfüllt und ein Album auf die Beine gestellt, das eindeutig mehr ist als „nur“ something.

Anspieltipps

  • Make Me Better
  • Real Playa Like
  • First Time
  • Diamonds
  • Brooklyn
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