Soundtrack - Teenage Mutant Ninja Turtles - Cover
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Soundtrack Teenage Mutant Ninja Turtles


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Yeah, die Turtles sind zurück! Was sicherlich viele Kids neben Manga-Serien wie Dragonball, Pokémon oder Yu-Gi-Oh ziemlich kalt lassen wird, dürfte den einen oder anderen Anhänger aus den späten 80igern hellhörig gemacht haben. Nach einer erfolgreichen Comicserie, drei Kinofilmen, die nach und nach an Substanz eingebüßt hatten, und dem nachfolgenden Schattendasein in einigen Fan-Foren ist es soweit – Leonardo, Michelangelo, Raphael und Donatello formieren sich nach langjähriger Abstinenz wieder zu einem schlagkräftigem Team und lehren dem Bösen das Fürchten, das im komplett CGI-animierten, vierten Streifen in Form von Max Winters zuschlägt.

Panzerdeckung erhalten sie dabei in vorrangig rockiger Natur, die hauptsächlich aus jüngeren Bands wie Cute Is What We Aim For und Cobra Starship oder Acts, die erst vor kurzem ihren Durchbruch gepackt haben (Billy Talent, Jet, Gym Class Heroes), besteht. Für den Auftakt sorgen die Alternative Hip Hopper Gym Class Heroes, die mit „Shell shock“ einen fulminanten Bogen zum gute Laune verbreitenden Jet-Kracher „Rip it up“ spannen, bis diese vom schwachbrüstigen Cute Is What We Aim For-Beitrag „There´s a class for this“ abgelöst werden, der in den ebenso lahmen Track „Awww dip“ von Cobra Starship mündet.

Danach folgt „Roses“ als netter Punkrocker für Zwischendurch, während Pepper auf lässigen Reggae-Groove setzen und „Bring me along“ eine chillige Zwischenstation hinlegt. Amber Pacific vollbringen mit „Fall back into my life“ im Anschluss jedoch nicht mehr als eine langatmige Highschool-Rocknummer, die zwar mit ein wenig orchestralem Bombast angereichert ist, sich aber trotzdem nicht gegen die herausstechende „Red flag“ von Billy Talent durchsetzen kann, die auf dem Soundtrack als einzige Nummer wirklich reinhaut. In fallender Tendenz folgen This Providence mit „Walking on water“ und der schwächelnde Ever We Fall-Input „Youth like tigers“.

„Lights out“ im Chris Vrenna Remix markiert dafür wieder einen Wendepunkt und peppt den P.O.D.-Track dermaßen cool mit elektronischen Elementen auf, dass der Titel eine wesentlich höhere Spielzeit als deren komplettes, letztes Album „Testify“ zugesprochen bekommt. Danach versuchen sich noch Big City Rock an einer eigenen Version des durch Ram Jam bekannt gewordenen Tracks „Black Betty“ (im Original von Folk- und Bluessänger Huddie Ledbetter), in dem sie zwar jegliche Rhythmuswechsel auf ein Minimum reduzieren, dafür aber eine eigene Country-Note einweben, bevor Komponist Klaus Badelt mit 2 Scores auftrumpfen darf. Obwohl es beide Dreiminüter verspielt angehen lassen, vermischt „I love being a turtle“ vorrangig fernöstliche Symbolik mit filmischer Dramaturgie, während das zweite Stück deutlich bombastischer und rockiger ausfällt und so zur perfekten Hymne für den nachts umherstreifenden Raphael als „Nightwatcher“ wird. Alles in allem ist der Soundtrack zu „Teenage Mutant Ninja Turtles“ eine gelungene Zusammenstellung für Fans der rockenden Gangart geworden, die Aussetzer wie Cute Is What We Aim For, Cobra Starship oder Amber Pacific verschmerzen können.

Anspieltipps:

  • Nightwatcher
  • Jet – Rip It Up
  • Billy Talent – Red Flag
  • Pepper – Bring Me Along
  • P.O.D. – Lights Out (Chris Vrenna Remix)
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