Saga - Worlds Apart Revisited - Cover
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Saga Worlds Apart Revisited


  • Label: Inside Out/SPV
  • Laufzeit: 115 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die bereits seit 30 Jahren bestehende Progressive Rock-Institution Saga hat ihren Fans in den letzten Jahren viele schöne Geschenke gemacht. Neben der Rückbesinnung auf die alten Stärken mit den Werken „Full circle“ (1999), „House of cards“ (2000) oder dem letzten, siebzehnten Studioalbum „Trust“ (2006), gab es ebenso eine livehaftige Zusammenfassung der 16 zusammenhängenden Kapitel auf „The Chapters live“ (2005), die bislang nur anachronistisch nach und nach auf die Outputs der Band verteilt waren und mit „Marathon“ (2003) vervollständigt wurden.

Dieses Jahr steht allerdings ganz im Zeichen des Jubiläums ihres Meilensteins „Worlds apart“, welches 1981 als erste Saga-Veröffentlichung Goldstatus erhielt und zu den unangefochtenen Klassikern der Truppe rund um Jim Gilmour (Gesang, Keyboard), Michael Sadler (Gesang, Keyboard, Bass), Ian Crichton (Gitarre), Jim Chrichton (Bass, Keyboard) und Brian Doerner (Schlagzeug) zählt. Erhältlich als Doppel-CD, die hier einer näheren Begutachtung unterzogen wird, einer Ausgabe mit zwei DVD´s oder in der für Fans einzig wahren, luxuriösen Fassung mit beiden CD´s und DVD´s in einer aufwändigeren Verpackung und einem auf 24 Seiten erweiterten Booklet.

Der Clou an „Worlds apart revisited“ ist allerdings, dass in eine 22 Song umfassende Setlist Saga 2005 im schweizerischen Pratteln die 9 Tracks der Platte aus 1981 („On the loose“, „Wind him up“, „Amnesia“, „Framed“, „Time´s up“, „The interview“, „No regrets“, „Conversations“, „No stranger“) eingewoben und zwischen den anderen Songs am Stück gespielt haben, welche nun als kompletter Mitschnitt vorliegen. Eingeläutet wird das knapp 2stündige Konzert mit „The pitchman“ vom 1983 erschienenen „Heads or tales“, das noch mit „Scratch the surface“ zu Buche schlägt.

In weiterer Folge bedienen sich Saga aus ihrer reichhaltigen Diskographie beinahe ausschließlich an den ersten drei Werken „Saga“ (1978, „Give ´em the money“, „Ice nice“, „Humble stance“, „How long“), „Images at twilight“ (1979, „You´re not alone“, „See them smile“) und „Silent knight“ (1980, „Don´t be late“, „Careful where you step“) wohlwissend, dass das ihre stärkste Phase war. Ausreißer gibt es lediglich mit „We´ve been here before“ (aus „Wildest dreams“, 1987), „The runaway“ (aus „House of cards“, 2000) und „Keep it reel“ (aus „Network“, 2004).

Natürlich heißt das nicht, dass die hier dargebotenen Tracks allesamt eindrucksvolle und makellose Prog-Rock-Meilensteine darstellen, denn entweder kann den teils sehr keyboardlastigen Stücken, die dann wieder den Schwerpunkt auf kräftige Gitarren und atmosphärischen Synthie-Teppichen setzen, etwas abgewonnen werden oder nicht. Auf jeden Fall vermisst der vorliegende Mitschnitt aus Pratteln den richtigen Klang, der sich öfters darin äußerst, dass die Instrumente viel zu platt aus den Boxen tönen. Hier dürfte die DTS-Abmischung der DVD wohl angebrachter und sinnvoller sein, denn auf diese Art und Weise geht viel von der brillanten Live-Atmosphäre verloren, für die der Fünfer bekannt ist.

Anspieltipps:

  • Framed
  • Ice Nice
  • No Regrets
  • The Interview
  • Don´t Be Late
  • See Them Smile
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