Sanctity - Road To Bloodshed - Cover
Große Ansicht

Sanctity Road To Bloodshed


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 45 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Wie viele Sackgesichter da draußen versuchen sich zur Zeit eigentlich als Kopie von Bands, die aus der Bay Area gekommen sind? Nicht dass der Einfluss von Idolen ein schlechter wäre, aber nachdem Trivium mit „The crusade“ bereits den ultimativen Metallica-Klon darstellen, fragt man sich ob ein Album wie „Road to bloodshed“, das eine einzige Testament-Hommage mit wenig eigenem Input darstellt, überhaupt noch Daseinsberechtigung mit sich bringt. So schlimm ist das Debüt der Herren Jared MacEachern (Gesang), Zeff Childress (Gitarre), Derek Anderson (Bass) und Jeremy London (Schlagzeug) nach der guten Dreiviertelstunde zwar nicht, wer allerdings mit Metallica, Testament, Megadeth, Slayer, Iron Maiden & Konsorten groß geworden ist, dem dürfte die Scheibe ziemlich sicher am Arsch vorbei gehen.

Gut, der emotionale Gesang, der sich hin und wieder einschleicht, sorgt für Ausgeglichenheit zwischen dem rauen Organ MacEacherns und den knackigen Thrash-Riffs, wem gefühlsbetontes Gesülze jedoch bereits bei den Ohren herausschlackert, der sollte einen Bogen um „Road to bloodshed“ machen. Dafür bieten Sanctity für Fans von Bands wie Trivium neues Futter, denn auch die Truppe aus Asheville, North Carolina bedient sich ausgiebigst an hymnischen Refrains und verstreut somit einiges an Ohrwürmern. Ob der Titeltrack allerdings in dieser Art und Weise notwendig gewesen wäre, ist ein anderes Thema. So handzahm wie der Song aus den Boxen kriecht, wäre er sicher auch auf jedem Kindergeburtstag ein Renner und dürfte sich durch seine kommerzielle Anbiederung besonders gut in den Charts machen.

Da gefallen Stücke wie „Laws of reason“, „Billy seals“ oder „Beloved killer“ (mit fetzigem Solo-Teil zum Schluss) schon deutlich besser, hoffentlich setzen sich Produzent Jason Suecof (Trivium, Chimaira, God Forbid) und Colin Richardson (Cradle Of Filth, Chimaira, Bullet For My Valentine), der es sich hinter dem Mischpult gemütlich gemacht hat, aber noch einmal ordentlich zusammen und versorgen die Scheibe mit einem fetteren Sound, denn dem Sound der ungemasterten Promo nach, geht hier noch einiges. Vielleicht schrauben sie den Emo-Anteil noch ein wenig zurück, dann klingen Sanctity auch sicher weniger beliebig.

Anspieltipps:

  • Beloved Killer
  • Laws Of Reason
  • The Rift Between
Neue Kritiken im Genre „Thrash Metal“
7/10

Seasons Of The Black
  • 2017    
6/10

The Devil Strikes Again
  • 2016    
Diskutiere über „Sanctity“
comments powered by Disqus