Vomitory - Terrorize Brutalize Sodomize - Cover
Große Ansicht

Vomitory Terrorize Brutalize Sodomize


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 41 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Herrschaften von Metal Blade dürften sich wohl gerne selbst ins eigene Fleisch schneiden, denn wie sonst soll eine Veröffentlichungswoche erklärt werden, in der gleichzeitig das langatmige und bestenfalls durchschnittliche, neue Six Feet Under-Werk „Commandment“ rauskommt und auch die um Klassen bessere und abwechslungsreichere Vomitory-Scheibe „Terrorize brutalize sodomize“ das fahle Licht des Schlachthauses erblickt? Es wäre ja nicht so, dass der neue Todesknüppel von Erik Rundqvist (Gesang, Bass), Urban Gustafsson (Gitarre), Peter Östlund (Gitarre) und Tobias Gustafsson (Schlagzeug) bahnbrechende Meisterleistungen im Death Metal vollbringt, aber eine anständige Scheibe mit viel Blut und Aggressivität ist sie dennoch geworden.

Schließlich träumt Frontsau Rundqvist noch immer von den denselben kranken Szenarien wie „to be butchered slowly“ und lässt sich gemütlich in einem apokalyptischen Rausch der Doublebass in seine Einzelteile zersägen, während in punkto technischer Versiertheit in der Disziplin „MG-Riffing“ den zwei Saitenquälern Östlund und Gustafsson (mal abgesehen von dem Ex-Cannibal Corpse und jetzigem Deicide-Gitarristen Jack Owen) so schnell keiner was nachmacht. So prügeln und knüppeln sich Vomitory die ersten paar Stücke erst einmal ausgiebig gegenseitig, bis in „Defiled and inferior“ die Drums völlig lösgelöst vom Takt auf die Schlachtbank geführt werden und „March into oblivion“ ein paar Gänge zurückschaltet, was vor allem dem Höreindruck äußerst zugute kommt, denn pausenloses Gedresche würde man 41 Minuten lang gar nicht aushalten.

Daher ist auch „Whispers from the dead“ eine groovebetonte Downtempo-Nummer (für Death Metal-Verhältnisse natürlich) geworden, die eiskalt von „Heresy“ in den Arsch getreten wird und den Song präsentiert den Slayer auf ihrer letzten Scheibe „Christ illusion“ (08/2006) haben hätten sollen. In gleicher Manier bricht „Flesh passion“ nach so ziemlich allen Seiten aus, obwohl der eine oder andere gemäßigtere Part eingeflochten wird. „Cremation ceremony“ hört sich als Abschluss dann zwar so an, als wären alle Ideen noch ein letztes Mal verwurstet worden, allerdings zeigt dieser musikalische Hassbatzen wie viel Wut in ein paar Saiten kanalisiert werden können und beendet somit souverän ein Album, das sich zurecht „Terrorize brutalize sodomize“ nennt.

Anspieltipps:

  • Heresy
  • Flesh Passion
  • Defiled And Inferior
  • Scavenging The Slaughtered
Neue Kritiken im Genre „Death Metal“
Diskutiere über „Vomitory“
comments powered by Disqus