The Twilight Sad - Fourteen Autumns And Fifteen Winters - Cover
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Fourteen Autumns And Fifteen Winters


  • Label: Fat Cat/Rough Trade
  • Laufzeit: 45 Minuten
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8/10 Unsere Wertung
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Múm, Sigur Ros oder Amandine. Allesamt hervorragende, aber außerhalb ihrer eingeschworenen Fangemeinde leider viel zu unbekannte Bands. Sie alle stehen bei dem englischen Plattenlabel Fat Cat Records unter Vertrag, dass seit seiner Gründung 1997 immer wieder musikalisch anspruchsvolle und sich dem Mainstream vehement verschließende Veröffentlichungen auf den Markt bringt. Das schottische Quartett The Twilight Sad ist die neueste Errungenschaft von „Fat Cat“ und die vier Jungs aus Glasgow überzeugen auf ihrem Erstling „Fourteen Autumns And Fifteen Winters“ mit voluminösen Melodien und atmosphärisch ausuferndem Indierock.

Mit Hilfe von Produzent Peter Karis, der bereits schon hervorragende Arbeit für z.B. Interpol oder Mercury Rev geleistet hat, gelang der Band ein von langsam steigernden Gitarrenkaskaden dominiertes, klangvolles und atmosphärisches Debütalbum. Dass sich die Musik von The Twilight Sad im Vergleich mit anderen Musikkapellen ähnlicher Genrewurzeln jedoch auffallend unterscheidet, liegt größtenteils am ungemein emphatischen und mit hohem Wiedererkennungsfaktor versehenen schottischen Akzent von Sänger James Graham. Hat man sich erstmal daran gewöhnt, erfreut man sich zusehend an seiner doch zunächst fremdartig klingenden Aussprache. Seine Stimme verleiht den teils verflickten, aber dennoch sehr erhabenen Melodien einen besonders wohligen Charme.

Das explosionsartige vom Schifferklavier flankierte pompöse„Cold Days From The Birdhouse“ und das wütend dahinrockende „Walking For Two Hours“ gehören ohne Zweifel zu den Höhepunkten dieser Platte. Aber auch die anderen Stücke haben es durchaus in sich. Wie eine schnaufende und ratternde Dampflok überrollt „Last Year's Rain Didn't Fall Quite So Hard“ alles was sich in den Weg stellt und „Talking With Fireworks / Here It Never Snowed“ ist ein überfallartig einstürmendes Gitarren verschlingendes Ungetüm. Textlich, musikalisch und atmosphärisch absolut intensiv. Während der Titeltrack „Fourteen Autumns and Fifteen Winters“ sinnenfreudig über einen feinen federartigen Melodiebogen spaziert und den würdigen Abschluss eines wirklich hörenswerten Albums einleitet.

Die insgesamt neun Songs auf „Fourteen Autums And Fifteen Winters“ sind gleichermaßen wuchtiger Natur. In den ruhigen Momenten dominiert das angenehm melodiöse Klavier- und Akkordeonspiel, das den Kompositionen diesen ungemein melancholischen Anstrich verleiht. Aber wie auch bei anderen begabten Künstlern die von Fat Cat gesignt sind, bleibt zu befürchten, dass auch diese Band erst einmal ein absoluter Insidertipp bleiben wird. Zu wünschen ist es ihnen nicht. Denn The Twilight Sad haben ein sensationelles Gespür für große Melodien.

Anspieltipps:

  • Cold Days From The Birdhouse
  • Walking For Two Hours
  • Last Year's Rain Didn't Fall Quite So Hard
Dieser Artikel ging am um 12:32 Uhr online.
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