Ozzy Osbourne - Black Rain - Cover
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Ozzy Osbourne Black Rain


  • Label: Epic/SonyBMG
  • Laufzeit: 46 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Blick in das Booklet und den Opener „Not going away” im Ohr, lassen gleich zu Beginn Böses erahnen: Ozzys Kumpel und Axeman Zakk Wylde hat an fast allen Songs auf „Black Rain“ mitgeschrieben und haut vom Start weg seine dumpf-verwaschenen Doom-Riffs von der Stange raus. Genau das wollten wir nach den zuletzt ziemlich schwachen Alben seiner Black Label Society nicht mehr hören.

Als nächstes fällt der Name des Produzenten und Co-Songschreibers auf. Jener Kevin Churko betreute in der Vergangenheit Popacts wie Lisa Marie Presley, Celine Dion, Shania Twain und The Corrs. Was um Himmelswillen will der Ex-Gehilfe von Robert John „Mutt“ Lange (u.a. Def Leppard, AC/DC) aus unserem liebsten Fledermauskiller herauskitzeln? Man ahnt irgendwie nichts Gutes und ernsthafte Bedenken machen sich schon im Vorfeld der ersten „Black Rain“-Hörsession breit. Daran kann auch die eingespielte Rhythmus-Truppe um Rob Nichsolson (Bass, Ex-Rob Zombie) und Drumer Mike Bordin (Ex-Faith No More) nichts ändern.

Eine Dreiviertelstunde später steht fest: Die befürchtete Katastrophe ist Gott sei Dank ausgeblieben. Dennoch ist „Black Rain“ eine durchwachsene Platte geworden, die kaum Anlass zur Begeisterung gibt. Positiv ist auf jeden Fall zu vermerken, dass sich Zakk Wylde zumindest an der Gitarre wieder gefangen hat und ein paar echte Kracher-Riffs aus den Boxen ballert („I don’t wanna stop“, „Countdown’s begun“). Kompositorisch bewegt sich das Trio Osbourne/Wylde/Churko dagegen häufig im Mittelmaß (besonders deutlich bei den Quoten-Balladen „Lay your world on me“ und „Here for you“ zu hören), obwohl die eine oder andere Idee sehr wohl zu gefallen weiß. Allgemein geht es in den Texten recht düster und zum Teil ungewöhnlich politisch zu, was sich in tiefen Riff-Gewittern á la Black Sabbath passend widerspiegelt. Die Qualität früher Sabbath- und Ozzy-Alben erreicht „Black Rain“ freilich nicht. Aber das war auch schon auf dem fünf Jahre alten Vorgänger „Down To Earth“ (07/2002) so ähnlich festzustellen.

Anspieltipps:

  • Trap door
  • I don’t wanna stop
  • Countdown’s begun
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