Helen Schneider - Like A Woman - Cover
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Helen Schneider Like A Woman


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 48 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Helen Schneider kehrt zu ihren Anfängen zurück. Weg von Rollen in „Evita“ oder „Sunset Boulevard“ bzw. den Chansons Kurt Weills hin zum Pop. Doch die New Yorkerin mimt nicht erneut die Rockerin, wie sie es recht erfolgreich in den 80ern mit Stücken wie „Rock´n´Roll Gypsy“ vorgemacht hat, sondern widmet sich lieber der Neuvertonung von Stücken internationaler Songschreiber wie Tom Waits („House where nobody lives“), Bob Dylan („Born in time“, „Just like a woman“), Carole King („(You make me feel like) a natural woman“) oder Emmylou Harris („Bang the drum slowly“).

Wieso sie gerade diesen Weg eingeschlagen hat, erklärt Schneider folgendermaßen: „Mir war wichtig, dass alle Lieder autobiografisch sind. Nach den vielen komplizierten Sachen, mit denen ich mich in den letzten Jahren beschäftigt habe, war es nun ein Vergnügen und eine Herausforderung, etwas ganz Simples zu machen“ und führt weiter aus: „Simpel, das bedeutet für mich: ganz tief, ehrlich und pur und ohne jeden Schnickschnack. Ich musste lange Zeit durch sehr komplizierte Labyrinthe reisen, um zu der jetzigen emotionalen Einfachheit zu gelangen.“

Prinzipiell trifft das den Nagel auf den Kopf. Die 12 Covers überstrahlen zwar nie das Original, das wollte Helen aber auch nicht erreichen, sondern repräsentieren eher einen angenehmen Abend am Kamin mit einem Glas Rotwein. In weiterer Folge lag ihr Hauptaugenmerk auf einem geschlossenen Höreindruck, der vor allem durch die rücksichtsvolle Instrumentenbegleitung und die sanfte Stimme Schneiders gewahrt bleibt. Das macht letztendlich ein Konglomerat aus knisternden Jazz-Perlen und gefühlvollen Blues-Stücken, bei denen die Originale keineswegs verunstaltet oder zu Grunde gerichtet worden sind und das ist bei Platten dieser Art nicht immer eine Selbstverständlichkeit.

Anspieltipps:

  • Bang The Drum Slowly
  • House Where Nobody Lives
  • I Caught The Blues From Someone Else
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