The Dogma - A Good Day To Die - Cover
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The Dogma A Good Day To Die


  • Label: Drakkar/SonyBMG
  • Laufzeit: 54 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine italiensche Band, die ihre Musik als “emotionalen Metal” verkauft? Nicht gut. Wenn dann das Cover auch noch wie das eines „John Sinclair“-Groschenromans aussieht, scheint das Schicksal der Platte schon so gut wie besiegelt. Und wirklich: Nach einigen Durchläufen reißt einen nichts wirklich vom Hocker, geboten wird lauwarmer melodischer Metal irgendwo zwischen Him, späten Sentenced und Nightwish.

Nach einem kurzen Intro beginnt das Album mit dem ziemlich lahmen Titeltrack, dessen langweiliger Refrain etwas durch den Gastbeitrag der Xandria-Chanteuse Lisa aufgewertet wird. Wesentlich energetischer wird es dann bei „In The Name Of Rock“ und „Bitches Street“. Beide Songs versprühen mit erdigen Riffs und rauem Gesang ein räudiges Straßenköter-Flair, die Keyboards hätten die Jungs zwecks mehr Kredibilität allerdings gerne weglassen können.

Trotzdem hätte es so gerne weitergehen können und ein halbwegs anhörbares Album wäre zustande gekommen, stattdessen vollziehen The Dogma leider in „She Falls On The Grave“ die Wende hin zum symphonischen Metal und fahren das ganze Brett inklusive Nightwish-Chören auf. Da gibt es zwar durchaus einige hörbare Melodien, gut gespielt ist das Ganze auch, alles geht nur leider im allgemeinen Kitsch-Sumpf unter. Den Höhepunkt dieser Klebrigkeit erreicht dann die Ballade „Autumn Heat“.

Auf der zweiten Albumhälfte scheint sich zunächst Besserung einzustellen. „Ridin’ The Dark“ rockt wieder deutlich bodenständiger vor sich hin, auch der Keyboardeinsatz wird hier nicht wie in den anderen Songs so maßlos übertrieben. „Angel In Cage“ startet gut, disqualifiziert sich dann aber spätestens im knatschigen Chorus selber. Auch Lisa von Xandria kann da nichts mehr retten. Danach spielen The Dogma nur noch im Wiederholungsmodus, „Back From Hell“ zum Beispiel klingt fast exakt wie „She Falls On The Grave“. Insgesamt pendelt „A Good Day To Die“ sich auf unteren Durchschnitt ein, bei den durchaus vorhandenen kompositorischen Fähigkeiten wäre aber mehr drin gewesen.

Anspieltipps:

  • Bitches Street
  • Ridin’ The Dark
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