Hatesphere - Serpent Smiles And Killer Eyes - Cover
Große Ansicht

Hatesphere Serpent Smiles And Killer Eyes


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 41 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Müde geworden, Hatesphere? Nachdem die Dänen ab ihrem selbstbetiteltem Erstling 2001 den hungrigen Fans jedes Jahr neues Nackenbrechermaterial zum Verzehr angeboten hatten (und sei es nur eine EP), so ist 2006 das erste Jahr geworden, in dem kein Output von Jacob Bredahl (Gesang), Peter Lyse Hansen (Gitarre), Henrik Jacobsen (Gitarre), Mikael Ehlert (Bass) und Anders Gyldenohr (Schlagzeug) der Diskographie hinzugefügt wurde. Erst „Serpent smiles and killer eyes“ durchbricht die Stille und heizt sofort mit dem Opener „Lies and deceit“ in knüppelharter Manier ein.

Das anschließende „The slain“ vereint dann die typischen Trademarks der Truppe in einen 5-minütigen Hassbatzen, der zwischen polterndem Thrash, knackigen Death-Einflüssen und aggressiver Hardcore-Attitüde pendelt. Nach dieser Genremixtur versucht „Damned below Judas“ erst gar nicht das Vorangegangene im Bezug auf Stilvielfalt zu toppen, sondern schnalzt sofort mit einem wütenden, zwischen Growls und Shouts badenden Bredahl in die Fresse. Mit einer coolen Country-Einlage samt Grillengezirpe und Mundharmonika beginnt „Drinking with the king of the dead“ (Lemmy Kilmister würde für diesen Titel töten), nur um sich letztendlich als groovendes Thrashcore-Monster zu outen, während „Forever war“ und „Feeding the demons“ wieder gnadenlos für kompromisslose Härte und ausreichende Kopfrotationen sorgt.

Die im Zuge der Veröffentlichung des fünften Hatesphere-Werkes getätigte Aussage von Bredahl „Wir haben mit „Serpent smiles and killer eyes“ unseren Ansatz leicht justiert und mit wesentlich mehr Groove-Anteilen gearbeitet. Die Ohren bluten nach den neuen Songs aber nach wie vor“ lässt sich also demnach ohne weiteres mit einem Kopfnicken bestätigen, denn was Hansen und Jacobsen allein über die knapp drei Minuten von „Floating“ an Melodie und Groove einstreuen oder mit welcher rhythmischen Präzision das verspielte Intro des anschließenden „Let them hate“ aufwartet, bringen andere, ähnlich gelagerte Thrash-Bands nicht auf einem kompletten Album zustande. Der Abschlusstrack erteilt dem Hörer noch schnell eine knackig bretternde „Absolution“, wodurch die neue Hatesphere-Scheibe für jeden modernen Thrasher nicht nur eine sichere Bank darstellt, sondern nebenbei nichts anderes als einen Pflichtkauf. Müde sind die Herrschaften also noch lange nicht.

Anspieltipps:

  • Floating
  • The Slain
  • Damned Below Judas
  • Drinking With The King Of The Dead
Neue Kritiken im Genre „Thrash Metal“
7/10

Seasons Of The Black
  • 2017    
6/10

The Devil Strikes Again
  • 2016    
Diskutiere über „Hatesphere“
comments powered by Disqus