Shitdisco - Kingdom Of Fear - Cover
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Shitdisco Kingdom Of Fear


  • Label: Fierce Panda/CARGO
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

„New Rave“ heißt der neue Hype aus Großbritannien dieser Tage, und der Name, mit dem dieser Hype untrennbar verbunden ist, lautet Klaxons. Mit ihrem Debüt „Kingdom Of Fear“ schicken sich die vier Jungs von Shitdisco aus Glasgow an, eine ähnliche Rolle auszufüllen. Nicht nur klingen die Songs ihres Debütalbums „Kingdom Of Fear“ genau so, wie man sich den Rave im Jahre 2007 vorstellen könnte. Darüber hinaus haben sie bis 2006 regelmäßig öffentliche Partys in einem verfallenen Haus in Glasgow veranstaltet – natürlich ohne Genehmigungen, ganz im Stile der ursprünglichen Ravebewegung in Manchester: „We’ve never heared of the Ministry of Sound and / we’ve never heared from the underground and / there’s not enough polis to close this down / not enough polis in this whole town“ („Reactor Party“).

„Kingdom Of Fear“ ist durchweg tanzbar, jedes der 10 Stücke ein potenzieller Tanzflächenhit im Club. Logisch, haben Shitdisco schließlich „Disco Feeling on my mind / got it in my blood“ („Disco Blood“). Überhaupt mutet die Reihenfolge der Songs wie eine wilde Reise durch eine durchtanzte Nacht an. Am Anfang das aufgekratzte Gefühl, unbesiegbar zu sein („Kung Fu“), über die „Reactor Party“ mit einem ordentlichen Schuss „Disco Blood“ und dem „Dream Of Inifinty“ bei der „3D Sex Show“ bis zu „One more cup of coffee before we hit the road“ („Another“) am nächsten Morgen. Danach ein kurzes Resümee in „OK“ („When you find yourself / in the wrong company / you must remind yourself / who you’d like to be“), und als Abschluss eine Prise Zukunftsangst („Fear Of The Future“).

Beeinflusst werden Shitdisco hörbar sowohl vom Punk als auch vom Rave. Gang Of Four klingen genau so aus ihren Tracks wie The Prodigy. Ob die Musik der vier Schotten allerdings auch abseits der Tanzfläche funktioniert, bleibt fraglich, da ihre Texte sich allzu oft darauf beschränken, die Musik nur zu begleiten. Aber vielleicht ist das ja auch genau die Absicht von Shitdisco: ein Album zu machen, zu dem man Spaß hat und das die Clubs in Bewegung hält. Das ist in jedem Fall gelungen.

Anspieltipps:

  • Reactor Party
  • Lover Of Others
  • Disco Blood
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