Mario - Go - Cover
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Mario Go


  • Label: J Records/SonyBMG
  • Laufzeit: 40 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Album “Go” von Mario wurde bereits mehrmals verschoben und war schon für das Jahr 2006 angekündigt. Nun, ein Jahr später, steht es endlich in den Regalen der Musikläden, doch das Warten auf ein großes Werk hat sich nicht erfüllt. Vielmehr ist „Go“ ein 08/15-R&B-Album mit etwas Flow von Usher, sexuellen Gedanken von R. Kelly und traditionellen Beats wie von Jagged Edge.

Es gibt leider nichts Neues. Das alles hatten wir schon einmal. Und auch die neue Richtung, die Mario mit seinen sexuellen Fantasien einschlägt, dürfte nicht jedermann Geschmack sein. Hier eine kleine Kostprobe aus „Go“, dem Titeltrack des Albums: „Hey, I think I really wanna be your lover, Not the one you wake up to, A n*gga call and touch ya, don't wanna f**k you like no other I'm not tryna Range Rov truck ya, or diamond clutch ya, Ain't really tryna meet yo mother, just wanna f**k you like no other.”.

Ähm, muss ich noch mehr Beispiele geben? Auch die sogenannten Clubbanger versucht Mario in sein Album mit einzubauen und hat wahrscheinlich bei der Kollaboration mit Juelz Santana in „Let Me Watch“, den großen Erfolg von Kollege Chris Brown (mit der Single „Run It“ featuring Juelz Santana) im Hinterkopf gehabt. Geklappt hat das aber leider nicht. Auch der Song „Kryptonite“ mit Rapper Rich Boy ist eher in die Hose gegangen. Irgendwie schafft Mario es nicht, schnelle Party-Songs gekonnt rüberzubringen und auch die Sex-Nummern kann man ihm nicht völlig abnehmen.

Gut wird „Go“ erst dann, wenn der junge Sänger seine sentimentale Seite auspackt und den Ladies mit seiner durchaus schönen Stimme die Welt verspricht („How Do I Breathe“, „Crying Out For Me“, „Do Right“). Dann beginnt auch das Zuhören endlich Spaß zu machen. Denn dass Mario singen kann, wissen wir ja spätestens seit seinem ersten Hit „Just A Friend“ im Jahr 2002.

Leider bleibt „Go“ aber wirklich etwas hinter den Erwartungen zurück. Nach zwei erfolgreichen Alben hätte man sich bei Longplayer Nummer Drei ein bisschen mehr Weiterentwicklung und musikalische Freiheit gewünscht. Doch Mario bleibt bei seinem alten Konzept und macht das, was ja leider fast alle machen. Aus diesem Grund kann man aber „Go“ auch nicht als schlecht bezeichnen. Denn die Platte ist einfach alltägliche Musik, die wir uns anhören können, die aber nicht im Gedächtnis hängen bleibt. Schade Mario, vielleicht klappt es ja beim nächsten Album besser. Denn das Potenzial ist definitiv da. Ich drücke die Daumen.

Anspieltipps:

  • Do Right
  • How Do I Breathe
  • Crying Out For Me

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