Natasha Bedingfield - N.B. - Cover
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Natasha Bedingfield N.B.


  • Label: RCA/SonyBMG
  • Laufzeit: 67 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Es ist schon erstaunlich, dass die blonde Britin Natasha Bedingfield von ihrem Debütalbum „Unwritten“ 2004 über zwei Millionen CDs verkauft hat. Diesen Erfolg schaffte sie mit einer Mischung aus Pop, R&B und HipHop. Die musikalischen Briten trauen sich anscheinend an jede Art von Musik heran und machen ihre eigene Version davon. Selbstgeschriebene Songs sind Natasha Bedingfields Passion, nur holt sie sich zusätzlich die Hilfe von erfahrenen Songschreibern wie unter anderem Mike Elizondo, der auch schon mit Eminem arbeitete. Die in Amerika produzierten 14 Tracks haben also einen gewissen Erwartungs- und Erfolgsdruck auszuhalten.

Die beiden fröhlich groovenden Startsongs überzeugen mit hohem Unterhaltungsfaktor und bleiben im Ohr. Mit „Soulmate“ wird dann etwas verhaltener auf die unverwechselbare und ausdruckstarke Stimme von Natasha gesetzt und die Qualität stimmt. Der britische Akzent der Sängerin gibt den Tracks einen eigenen Charme, den Spagat zwischen Balladen und Black-Music-getränkten Songs schafft Frau Bedingfield spielend leicht. Es verirren sich auch sehr viele Popelemente und einziger gravierender Kritikpunkt stellen die fehlenden Ecken und Kanten der glattpolierten Produktion dar. Bei „No more what ifs“ performt Natasha mit Rapperin Eve und das klingt leider ausnahmsweise wie eine gemäßigte Popnummer, die eher Durchschnitt bedeutet.

„Not givin' up“ schlägt da schon härtere Beats an und macht Tempo, fast schon elektronisch angehauchte Musik wurde hier hergestellt, die eine neue musikalische Facette zutage fördert. Eine klassische Ballade wird mit „Still here“ gereicht, welche den qualitativen Unterschied zu anderen Künstlern ausmacht: Natasha Bedingfield ist keine weiße Möchtegernrapperin mit einigen Popsongs, sondern eine Sängerin mit der Bandbreite von „ganz ruhig und ergreifend“ über groovenden Popsongs bis zu hiphopartigen Tracks mit viel Unterhaltungsfaktor. Bedingfields vierzehn Beiträge zu dem immer so wichtigen zweiten Album lassen erkennen, dass sie keine Eintagsfliege im schnelllebigen Musikbusiness ist, dann wohl eher eine Sängerin mit stimmlichen Wiedererkennungswert und Talent zum erfolgreichen Songwriting.

Der Longplayer besticht durch Abwechselungsreichtum und meist überdurchschnittlichen Songs, wobei sicher auch Tracks dabei sind, die schnell in der Erinnerung verblassen. Für den lauen Sommerabend und zur spürbaren Stimmungsaufhellung kann diese Portion fröhlicher Pop aber uneingeschränkt empfohlen werden.

Anspieltipps:

  • How do you do
  • I wanna have your babies
  • Soulmate
  • Not givin' up
  • I still here
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