Ari Hest - The Break-In - Cover
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Ari Hest The Break-In


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 37 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

2004 gelang Ari Hest mit seinem Majordebütalbum „Someone To Tell“ bei Columbia Records der kommerzielle Durchbruch in seiner Heimat USA. Nach einigen Jahren des Tourens und EP-Veröffentlichungen unter seinem eigenen Label „Project 4 Records“ war das der Lohn für harte Arbeit. Hierzulande kennt ihn fast niemand, doch vielleicht bekommt der Singer/Songwriter mit dem neuen Werk „The Break-In“ auch in Europa die Aufmerksamkeit, welcher der jungen Garde angeführt von Landsmann John Mayer oder auch den beiden Briten James Morrison oder Paolo Nutini zeitweise geschenkt wird.

Beim Opener „When and if“ serviert Ari Hest mit warmer und dunkler Stimme die erste Lektion in halbakustischer Songwritermusik. Auch die selbst gespielte Gitarre, sowie Drums werden nach ruhigem Beginn in die sehr gute Komposition eingepflegt, wodurch ein abwechselungsreicher Folk-Rocksong entsteht. „Bird never flies“ schuf Hest in komponierender Zusammenarbeit mit dem talentierten Gary Louris und da wird deutlich, dass neben der angenehmen Stimme das Hauptaugenmerk auf handgemachten Folkpop liegt, in welchem die einzelnen Instrumente herauszuhören sind.

„So slow“ klingt etwas nach Bruce Springsteen, nicht nur stimmlich, sondern auch in der leichten Rockattitüde, welches die Abwechselung in den eher von ruhigen Songs dominierten Longplayer hineinspielt. Ari Hest schafft es, in diesem Track auch höhere Töne zu singen, seine gesangliche Bandbreite braucht sich also nicht vor der Konkurrenz zu verstecken. Auch „Right of way“ rockt schön melodisch aus den Boxen, wobei eine gewisse Monotonie trotz anfänglicher Qualität schon auffällt, die den Song schnell vergessen lassen. Das Titelstück „The break-in“ beginnt als schöne Ballade mit hoher Tonlage, um dann nach drei Minuten deutlich härtere Töne in instrumentaler Form anzuschlagen, da stimmt die Kompositionsqualität.

Richtige Ausfälle verzeichnet die CD nicht, aber Herausragendes fehlt leider auch. Einige Tracks wie „When and if“ oder „The break-In“ liegen deutlich über dem Durchschnitt, die restlichen acht Songs passen musikalisch gut zueinander, denn das Songwritingtalent von Mister Hest besteht offensichtlich, muss aber noch einen Tick ausgefeilter werden. Die ausdrucksstarke und variantenreiche Stimme von Ari Hest rettet manchen Song vor dem Durchschnitt, sie macht den Unterschied aus. Wer also einen guten Songwriter kennen lernen möchte, der seine Instrumente fast alle selber einspielt, sollte eine Hörprobe riskieren. Die entspannende Wirkung ist sicher und vielleicht gelingt dem New Yorker damit auch der Durchbruch in europäischen Gefilden.

Anspieltipps:

  • When and If
  • Bird never flies
  • So slow
  • Break-In
  • Big Ben
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