Powerwolf - Lupus Dei - Cover
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Powerwolf Lupus Dei


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Natürlich beginnt „Lupus dei“ mit Wolfsgeheul. Natürlich würzen Powerwolf das „Lupus demonae“ betitelte Intro nach mehreren sakralen Andeutungen mit einem dezentem Orgelton. Natürlich klingeln die Alarmglocken bei einem Namen wie Powerwolf, dass hier einiges mächtig „true“ sein muss. Doch weit gefehlt! Ganz so blöd wie die Herrschaften DeMaio (Manowar) oder Dronjak (Hammerfall) gehen Attila Dorn (Gesang), Matthew Greywolf (Gitarre), Charles Greywolf (Bass), Stéfane Funébre (Schlagzeug) und Falk Maria Schlegel (Orgel) auch auf ihrem zweiten Longplayer nach „Return in bloodred“ (04/2005) nicht vor und können sich beherrschen ins Lächerliche abzudriften.

Nun ja, so ganz stimmt das nun wieder nicht, denn wer sich mit tonnenweise weißer Theaterschminke bepinselt und Geschichten über Wölfe, Vampire und ähnliches Gesocks vom Stapel lässt, der muss schon ziemlich einen an der Rübe haben. Doch gerade das macht „Lupus dei“ sympathisch, da der Fünfer sich nie richtig ernst nimmt und ständig mit einem Schmunzeln in den Backen ihre hymnisch knüppelnden Songs runterspielt ohne dabei den roten Faden aus den Augen zu verlieren.

Sicherlich nervt der stadiontaugliche Metal auf Dauer, der in Stücken wie „In blood we trust“, „Saturday Satan“ oder „Prayer in the dark“ zur Genüge ausgeschöpft wird, dafür liefern Powerwolf mit „Behind the leathermask“, „Vampires don´t die“ und „We take it from the living“ astreine Bretter, die auf keiner munteren Werwolf-Jagd fehlen dürfen. Dass die Herrschaften aber noch mehr auf der Reihe haben, als flotten, knackigen Power Metal zu schreiben, zeigen sie in „When the moon shines red“, wo kurzerhand eine doom-lastiges Feedback der Marke Black Sabbath eingewoben wird oder wenn „Tiger of Sabrod“ durch den gesamten Aufbau hindurch an melodischer Versiertheit nicht zu überbieten ist. Wer sich mit der Thematik anfreunden kann, sollte den Tag des Wolfes auf jeden Fall in keiner Weise verpassen.

Anspieltipps:

  • Saturday Satan
  • Tiger Of Sabrod
  • Behind The Leathermask
  • When The Moon Shines Red
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