Holy Martyr - Still At War - Cover
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Holy Martyr Still At War


  • Label: Dragonheart/SPV
  • Laufzeit: 50 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Selbst bei einem flüchtigen Blick auf die Trackliste der vorliegenden Scheibe „Still at war“ der italienischen Metal-Truppe Holy Martyr springen einem die Titel förmlich ins Gesicht. Und tatsächlich bestätigt sich die Vermutung, das Debüt von Alex Mereu (Gesang), Ivano Spiga (Gitarre), Eros Melis (Gitarre), Rob Frau (Bass) und Daniele Ferru (Schlagzeug) handelt, wie das angedeutete S.P.Q.R. am Cover ebenfalls zu erkennen gibt, von römischen Legionen, die gerade mal eben so noch immer im Krieg sind. Tracks wie „Vis et honor“, „Ares guide my spear“ oder „Hatred is my strength“ sprechen da eine deutliche Sprache, in welche Richtung sich die 8 episch angelegten Kompositionen erstrecken.

Gleich zu Beginn wird der „Legion´s oath“ geschworen, die Absicht damit eine geeignete Kulisse herbeizuzaubern, dürfte allerdings nur besonders trash-verliebte Artgenossen befriedigen, denn alle anderen schmunzeln erst einmal köstlich über das „prachtvolle“ Latein des Fünfers. Keineswegs prächtig geht es mit „Vis et honor“ weiter, das sich musikalisch zwar an den großen Vorbildern der Band (Iron Maiden, Blind Guardian, Judas Priest, Helloween) orientiert, in punkto Spannung jedoch so interessant ist wie eingeschlafene Füße. Überhaupt stricken Holy Martyr jeden Song nach demselben Muster und sind dabei so vorhersehbar wie langweilig.

Textliche Ergüsse wie „Fight and kill tonight“, denen ein schüchternes „For honor“ nachgeschoben wird („Warmonger“), sind nicht nur peinlich, sondern transportieren zusätzlich keinen einzigen Funken Schlachtfeldstimmung. Wer auf römischen Geschichtsunterricht verzichten kann und gegen ein bisschen mehr Aggression und Druck nichts einzuwenden hat, der greift einfach zu „With oden on our side“ (09/2006) von Amon Amarth. Dort klappt das dann auch mit dem Kriegsgetümmel. Und Holy Martyr? Die beschränken sich auf zahnlosen Heavy Metal, der sich 10 Minuten lang zu einer Klippe schleppt, um letztendlich in den Tod zu stürzen („Hatred is my strength“), spielen ihre Solos immer im hinteren Drittel der Tracks und eifern verbissen ihren Idolen nach. Ist vielleicht auch besser so als uns mit ihren lateinischen Sprachkenntnissen zu behelligen.

Anspieltipps:

  • Ave Atque Vale
  • Ares Guide My Spear
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