Bruce Springsteen - Live In Dublin With The Sessions Band - Cover
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Bruce Springsteen Live In Dublin With The Sessions Band


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 124 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Zusammenstellung des Sets zeigt einen ganz neuen Bruce Springsteen.

„Fans und Sammler aufgemerkt, es gibt schon wieder neue Musik vom Boss!“ Natürlich wiederholen wir uns mit dieser Aussage, die in der Besprechung zum letzten Springsteen-Album „We Shall Overcome: The Seeger Sessions” (04/2006), das fünf Monate später in der erweiterten „American Land Edition” (09/2006) ein zweites Mal auf den Markt kam, detailliert ausgeführt wurde. Doch es fällt auf: Als würde dem Boss die Zeit davonlaufen, werden die Abstände zwischen seinen Veröffentlichungen immer kürzer. Das ist verwirrend – und doch siegt wieder mal die Freude über ein neues Springsteen-Werk und verdrängt die Beunruhigung über die ungewöhnliche hohe Veröffentlichungsgeschwindigkeit des Meisters bzw. seiner Plattenfirma.

17 Mann hoch ist die Sessions Band, mit der Bruce Springsteen sein „Seeger Sessions“-Projekt im vergangenen Jahr auf die Bühnen dieser Welt gebracht hat. Eine folk-rockende Big Band, die nicht nur die Songs von „We Shall Overcome“, sondern auch alte Springsteen-Tracks in radikal umarrangierten Gewändern interpretierte („Growin’ up“, „Atlantic city“, „Open all night“, „Blinded by the light“, „Highway patrolman“) und darüber hinaus die eine oder andere Überraschung („When the saints go marching in“, „This little light of mine“, „Jacob’s ladder“, „Love of the common people“) ins Programm einstreute.

Überhaupt zeigt die Zusammenstellung des Sets einen ganz neuen Bruce Springsteen, der nicht mit US-Flagge, Jeanshemd, Lederweste, Biker Boots und E-Gitarre Arbeiterklassen-Rock’n’Roll darbietet, sondern mit einem großen Chor im Rücken und einer traditionellen Akustikinstrumentierung (Mandoline, Field Drum, Penny Whistle, Dobro, Sousaphone, Trompete, Akkorden, Banjo, etc.) auf den Wurzeln des Folkrock wandelt und seine Sache so gut macht, als hätte er niemals zuvor etwas anderes getan.

Für die vorliegende Live-Aufnahme wurden die drei Abschlusskonzerte der Europa-Tournee am 17., 18. und 19. November 2006 im Dubliner „The Point“ ausgewählt – eine Konzerststätte, die für europäische Verhältnisse nicht besser hätte gewählt werden können. Denn wenn das irische Publikum bei Stücken wie „If I should fall behind“, „My Oklahoma home“, „Mrs. McGrath“, „American land“ und „Pay me my money down“ aus voller Brust mitsingt, wachsen Irish Folk und amerikanische Baumwollpflückermusik ganz natürlich (wieder) zusammen. Eine wirklich runde Sache!

Anspieltipps:

  • Jesse James
  • Eyes on the prize
  • Long time comin’
  • If I should fall behind
  • This little light of mine
  • O Mary don’t you weep
  • How can a poor man stand such times and live
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