Josiah - No Time - Cover
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Josiah No Time


  • Label: Elektrohasch/SWAMP
  • Laufzeit: 54 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Das britische Trio Josiah spielt zähen Retro-Riffrock zwischen Fuzz und Doom, dessen Inspiration tief in den 70er Jahren liegt und deshalb natürlich in einem Satz mit den frühen Black Sabbath genannt werden muss. Bands dieser Art gab und gibt es viele (Payola, Karma To Burn, Orange Goblin, Nebula, The Atomic Bitchwax), doch nur die wenigsten verkaufen auch so viele Platten, dass sie anständig von ihrer Musik leben können.

Mit ihrem dritten Studioalbum „No Time“ wollen Mat Bethancourt (Gesang, Gitarre), Sie Beasley (Bass, Gesang) und Keith Beacom (Drums) nun über das Münchner Indie-Label Elektrohasch Schallplatten in ganz Europa Fuß fassen. Und o abwegig ist das Ganze nicht, denn wer hätte zum Beispiel einen weltweiten Erfolg der australischen Led-Zeppelin-Epigonen von Wolfmother vorhergesagt?

Na also! Was cool und hip ist, bestimmt eben immer noch das Publikum. Und dies bekommt auf „No Time“ neun gut abgehangene, im Schnitt sechs Minuten lange Lavaströme, die mit coolen Grooves, scheppernden Drums und gut geölten Gitarrenriffs nur so um sich schmeißen. Okay, sagen wir zumindest eine Zeit lang. Denn auf Dauer fehlt den Songs leider der alles entscheidende Kick, um die Spannung über die gesamte Albumlänge von fast einer Stunde hoch zu halten. Von daher ist das Drittwerk der Briten nur als solide, aber gewiss nicht als Pflichtkauf für Genrefreunde zu bezeichnen.

Anspieltipps:

  • No time
  • Harvester of lies
  • Long time burning
  • I can’t seem to find it
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