Maintain - With A Vengeance - Cover
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Maintain With A Vengeance


  • Label: Swell Creek/SOULFOOD
  • Laufzeit: 40 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch wenn es noch nicht jeder gemerkt hat: Metalcore (ein Mix aus Punkrock, Hardcore, Thrash Metal und Death Metal) ist tot! Es hat ihn erwischt wie jeden anderen Hype früher oder später auch, der an einem übersättigten Markt mit viel zu vielen zweitklassigen Bands eingegangen ist. Das Gute an so einem Hype-Sterben ist, dass daraufhin immer eine Selbstreinigung des Genres einsetzt, die das zukünftige musikalische Lager in „relevant“ und „auf Nimmerwiedersehen“ einteilt.

Zu den Überlebenden in Deutschland werden Gruppen wie Caliban und Heaven Shall Burn zählen, die augenblicklich Verträge mit relativ großen Metal-Labels haben. Anders sieht es da schon im Underground aus, zu dem auch Maintain aus Niedersachsen gezählt werden können, ohne der Band etwas Böses zu wollen. Die Jungs (Timo Böhling, Gesang, Julian Tamke, Bass, Nils Tinnemeyer, Gitarre, Sebastian Schrötke, Gitarre und Benjamin Rase, Drums) veröffentlichten 2005 ihr Debüt „Reveal Our Disguise To An Infinite Abyss“, das sich sowohl künstlerisch als auch kommerziell als Achtungserfolg herausstellte, aber im Grunde schon zu spät auf den Markt kam. Denn zu der Zeit röchelte der Metalcore schon etwas angeschlagen auf dem Krankenbett.

Jetzt kommt Longplayer Nummer zwei, „With A Vengeance“, in die Läden und die Situation hat sich nicht gerade verbessert. Nur noch wenige Produktionen sind der Rede wert und Fans und Presse sind längst auf der Suche nach „the next big Thing“. Da kommen Maintain mit einer ziemlich Old School angehauchten Metalcore-Scheibe um die Ecke, die bezogen auf das Genre soliden Krach, produziert von Jacob Hansen (Fear MyThoughts, Maroon, Mercenary) bietet, auf der Suche nach einer eigenen Identität aber arg ins Schlingern gerät. Der Vocal-Mix aus Death Growls und cleanem Gesang, gepaart mit ratternden Drums und treibenden Gitarrenläufen liefert zwar den einen oder anderen gefälligen Song ab, doch vom Hocker haut dieses Zweitwerk nicht.

Anspieltipps:

  • You can kill us all
  • In twilight’s embrace
  • Soundtrack to our ending
  • Too many fuckwits - too few bullets
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