Amerie - Because I Love It - Cover
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Amerie Because I Love It


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 52 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Seit ihrem Debüt „All I Have” im Jahr 2002 und dem Follow-Up-Album „Touch“, der den Sommer-Hit-Banger „1 Thing“ hervorbrachte, hat sich in Ameries musikalischer Karriere viel geändert. Sie wurde unter anderem für zwei der begehrten Grammys nominiert, erhielt den „Aretha Franklin Entertainer of the Year“-, den „ASCAP Soundtrack Song of the Year“- sowie den „Club Banga of the Year“-Award. Was mit einer Schublade des üblichen R&B begann, endet nun in dem neuen Longplayer „Because I Love It“ mit einer Hommage an den 70er Soul, 80er New Wave, HipHop, R&B und Live-Instrumentierung. Amerie zeigt sich musikalisch außergewöhnlich aufgeschlossen, kombiniert verschiedene Musikstile und erinnert das ein oder andere Mal an den Sound von Destiny’s Child.

Amerie Mi Marie Rogers hat ihr neues Album mit ein wenig Unterstützung komplett selbst produziert, geschrieben und komponiert und wurde bei diesem Prozess quasi in die Zeit zurückgeworfen, als sie noch ihre Musik mit zwei verschiedenen Tapes mit zwei Kassettenrecorder „produziert“ hat. „Ich hatte das Gefühl, so viel Musik in mir zu haben, die einfach raus musste. In der Gesangskabine war ich unglaublich nervös, denn ich hatte so viele Melodien und Harmonien, die ich unbedingt auf etwas Bleibendes bannen musste“, sagt Amerie über ihren Kreativitätsschub.

Diese Kreativität spürt man auch auf ihrem Drittwerk „Because I Love It“, das „aus der Liebe zur Musik“ entstanden ist. Mit dem Opener „Forecast Intro“ und dem darauffolgenden „Hate 2 Love U“ beginnt die LP zwar relativ harmlos, doch nach einer kurzen Aufwärmphase folgt sofort der Ladys-an-die-Macht-Track „Take Control“. Den Up-Tempo-Song, der auch gleich die erste Single des Albums ist, findet man schön eingebettet zwischen den ebenfalls erwähnenswerten Tunes „Make Me Believe“ und „Gotta Work“. Die Coolness der 80er Jahre lässt Amerie mit „Crush“ aus den Lautsprechern dröhnen, bevor sie ihre Ruhephase einleitet, die leider fast bis zum Ende andauert.

Zwar sind Balladen, wie „Crazy Wonderful“, „When Loving U Was Easy“ oder das sexy „That’s What U R“ sehr schön arrangiert und auch Ameries Stimme ist überzeugend, doch der Biss, der noch zu Anfang der LP zu spüren war, schwindet hier langsam. Das wunderbar geschriebene Stück „Paint Me Over“ handelt von einer Beziehung, in der man sich verliert und quasi selbst aufgibt. „Nicht nur sich selbst aufzugeben“, sagt Amerie, „sondern jemand anderem zu erlauben, dich komplett zu verändern. Im Prinzip zuzulassen, dass jemand dich komplett übermalt.“.

Als kleinen Bonus hat Amerie ihren Hit „1 Thing“ von ihrem letzten Album dazu gepackt und zum Abschluss das wunderbare und langsame „Losing U“ eingestellt. Mit insgesamt 15 Tracks überzeugt die 26-Jährige mit vielen verschiedenen Musikstilen und veröffentlicht zwar kein Meisterstück, doch zur Einstimmung für den anstehenden Discobesuch reicht „Because I Love It“ allemal.

Anspieltipps

  • Make Me Believe
  • Take Control
  • That’s What U R
  • Paint Me Over
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