Russell Allen And Jorn Lande - The Revenge - Cover
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Russell Allen And Jorn Lande The Revenge


  • Label: Frontiers Records
  • Laufzeit: 64 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

„Gleich und gleich gesellt sich gern“ – Das könnte man zumindest vermuten, wirft man ein Blick auf den neuesten Sprössling der beiden Schwermetaller Jorn Lande und Russell Allen. Nachdem das Duo schon 2005 mit ihrem Erstlingswerk „The Battle“ die Erwartungen der Heavy-Metal-Gemeinde zu erfüllen wussten, folgt also nun mit „The Revenge“ der Nachschlag: Das Rezept bleibt annähernd unverändert, wieder ist Multitalent und Produzent Magnus Karlsson (Guitar, Bass, Keyboards) mit an Bord und wird diesmal von Jaime Salazar (Drums) unterstützt. Die Rahmenbedingungen stehen somit, die Reise kann beginnen.

So macht der Titelsong der Platte nach nur wenigen Takten klar, was auf den Hörer zukommt: Ein richtiges Pfund dröhnt da aus den Boxen, die beiden Herren verstehen bekanntermaßen ihr Handwerk und ziehen von Anfang an alle gesanglichen Register. Mit „Obsessed“ gönnen sie sich eine kleinere Ruhepause, knüpfen aber mit „Victory“ umgehend wieder an den Opener an. Hier darf nun auch Magnus Karlsson zeigen was er kann und liefert sich mit Jamie Salazar ein instrumentales Duell auf höchstem Niveau. „Master of Sorrow“ beginnt im Kontrast dazu mit einem balladesken Piano-Intro auf das dann aber ein wahrer gesanglicher Wettstreit zwischen Lande und Allen ausbricht, der einmal mehr aufzeigt, warum beide als hervorragende Sänger gelten. Auch „Gone too Far“ und „When Time doesn’t heal“ fügen sich in dieses Konzept ein. „Will you follow“ und „Her Spell“ sind wiederum zwei Beispiele dafür, dass auch die härtere Gangart durchweg bedient werden kann.

Positive Überraschung des Albums ist insbesondere, dass Jorn Lande und Russel Allen sich nicht strikt einem bestimmten Stil unterwerfen. So wäre es folglich falsch dieses Album als reine Metal-Scheibe aufzufassen. Vielmehr findet sich ein ausgewogener Mix aus Tracks, die das Potential für massive Nackenschmerzen aufgrund zu heftigen Headbangings beinhalten sowie Songs, die einfach gute Laune machen. Die einzige Schwäche der Scheibe besteht darin, dass die Vorlage, die die ersten Songs machen, nicht über gesamte Länge des Albums gehalten werden kann.

Insgesamt muss man Allen–Lande, sowie ihrer überzeugenden Band, für dieses Projekt aber ein dickes Lob aussprechen: Die „Revanche“ ist durchweg gelungen.

Anspieltipps:

  • The Revenge
  • Victory
  • Master of Sorrow
  • Her Spell
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