Celine Dion - D´Elles - Cover
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Celine Dion D´Elles


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 48 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Nette Radio-Pop, der musikalisch nicht weltbewegend ist, aber als solider Durchschnitt für Franco-Pop-Freunde in Ordnung geht.

Der musikalische Gemischtwarenladen namens Celine Dion (39) hat wieder geöffnet. Diesmal im Angebot: 13 nagelneue Tracks, zur Abwechslung in französischer Sprache eingesungen (Planung ist das halbe Leben: Das nächste englischsprachige Werk soll rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft 2007 am Start sein), komponiert und getextet von einem guten Dutzend Autorinnen und Songwritern. Aus diesem Grund ist stilistisch fast alles dabei, was einer Sängerin wie Celine Dion zugetraut, respektive ihren Fans zugemutet werden kann.

Kein Wunder, wenn man wie die Franco-Kanadierin weltweit zwischen 150 und 200 Millionen (!) Tonträger (die Meinungen gehen da auseinander) an den Mann und die Frau gebracht hat. Dieser Streuung muss natürlich auch auf ihren CDs Rechnung getragen werden. Und so wurde unter der Oberaufsicht von Executive Producer Vito Luprano (Mario Pelchat, Garou, Jean-Pierre Ferland), 20 Jahre nach Dions erstem Album auf französisch, für „D’Elles“ tief in die Kiste gegriffen und ein gefälliger Mix aus Popsongs, Chansons, Kitschballaden und zarten Rock-Pflänzchen angerührt. Obwohl, das mit dem Rock ist natürlich Quatsch! Das vergessen wir ganz schnell wieder. Es sind halt in zwei, drei Stücken E-Gitarren zu hören. Mit Rock hat das ehrlich gesagt nichts zu tun.

Ist ja auch egal. Denn „D’Elles“ enthält bis auf wenige Ausfälle wie das langweilige „Je ne suis pas celle“, das platte Euro-Trash-Pop-Liedchen „A cause“ (das hat inzwischen Tradition bei Frau Dion: Auf jedem Album ist mindestens ein Überbleibsel aus der dunklen Zeit des Euro-Pop zu finden) oder das an den Nerven zerrende „La diva“ zu 100% Dion-Fans taugliches Material, das sich qualitativ zwischen dem locker-flockigen „1 Fille Et 4 Types“ (2003) und dem meistverkauften französischsprachigen Album aller Zeiten („D’eux“, 1995) einreiht. Das bedeutet, dass der Hörer u.a. mit „Les paradis“, „Femme comme chacune“ und „Le temps qui compte“ netten Radio-Pop vorfindet, der musikalisch nicht weltbewegend ist, aber als solider Durchschnitt für Franco-Pop-Freunde in Ordnung geht.

Anspieltipps:

  • Les paradis
  • Le temps qui compte
  • On s’est aimé à cause
  • Femme comme chacune
  • Lettre de George Sand á Alfred de Musset
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Jellies
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