Shocka Zooloo TM Stevens - Africans In The Snow - Cover
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Shocka Zooloo TM Stevens Africans In The Snow


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 67 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Genauso cool wie Ausnahme-Bassist TM Stevens vom Cover des aktuellen Shocka-Zooloo-Albums lächelt, sind auch sein Bassspiel und die dazugehörigen 13 Songs auf „Africans in the snow“ geworden, dass das mittlerweile siebte Werk der Truppe gemeinsam mit Michael Barnes (Gitarre) und Garry Sullivan (Schlagzeug) darstellt. Doch wo ordentlich an den Instrumenten geschrubbt und gehobelt wird, fallen bekanntlich auch Späne und die sind im Falle der sich über eine Stunde lang erstreckenden Kompositionen zu langatmig und keineswegs zeitgemäß ausgefallen. Ganz so als würde Thomas Michael Stevens die Red Hot Chili Peppers und ähnlich gelagerte Funk-Bands verschlafen haben, die mittlerweile wesentlich knackigere Alben veröffentlicht haben.

Im Endeffekt laufen die Tracks nämlich immer auf ein und dasselbe Schema hinaus: Entweder es wird gerockt bis der Arzt kommt oder ruhigere Töne werden angeschlagen, die sich mühsam gegen die ausbreitende Langeweile durchsetzen wollen, aber letztendlich versagen. Stücke wie „Tell me the truth“ oder „Wake up“, die mehrere Gänge im Vergleich zu Tracks wie “What”, “Up” oder “Gotta get my move on” zurückschalten, wiederholen sich nämlich nach einiger Zeit und sorgen durch den fehlenden Drive für eingeschlafene Füße. Da kann noch soviel gejammt und gefrickelt werden, wirklich spannend ist das alles nicht.

Gelegentlich eingestreute afrikanische Instrumente (z.B. „Why we rock so hard“), die mit polyphoner Rhythmik hantieren, sind zwar nettes Beiwerk, können hier allerdings nicht zur Gänze einen stimmigen Eindruck transportieren. Glücklicherweise reißen Lichtblicke wie der Beginn von „Weird G“, das durch und durch beeindruckende „We will never do that again“ oder der ganz passable Midtempo-Titel „Mama said“ die Spannungskurve nach oben. Ansonsten hilft es nicht einmal die Lautstärke besonders laut aufzudrehen, denn selbst dann klingen die Stücke keinen Deut frischer und ausgeglichener.

Anspieltipps:

  • Up
  • Mama Said
  • We Will Never Do That Again
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