Ras Myrhdak - Prince Of Fyah Vol. 1 - Cover
Große Ansicht

Ras Myrhdak Prince Of Fyah Vol. 1


  • Label: Minor 7 Flat 5/Groove Attack
  • Laufzeit: 58 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ras Myrhdak – der Name hört sich zwar eher wie der Bösewicht im Comic an, doch singen kann der Gute trotzdem. Seine äußerst guten gesanglichen Qualitäten bringen sozusagen the sunshine into our life. Nachdem der heute 30-Jährige bereits Ende der 90er Jahre für Furore im Reggaebusiness sorgte, kehrt er nun mit seinem Debütalbum (!) „Prince of Fyah – Vol. 1“ zurück. Damals kam seine Karriere, nach persönlicher Aussage Myrhdaks, wegen seinem Management ins Stocken. Namenhafte Künstler wie Cutty Ranks, Bobby Digital, Prince Jammy’s und Kings of Kings waren an einer Zusammenarbeit mit ihm interessiert, doch durch den anbahnenden Erfolg von Bounty Killer und Elephant Man stellte das Management Myrhdak aufs Abstellgleis.

Mit dem Durchbruch von Artists wie I Wayne, Fantan Mojah oder auch Bascom X stieg der Erfolgshunger von Ras Myrdhak wieder auf und so startete er mit seinem selbst gegründeten Label „Blaque Warriaz“ durch. Support bekam er von seinem Mentor und Freund Capleton, der viel von dem Deejay mit der Big Voice hielt und ihn oft bei seinen Auftritten auf die Bühne holte. „Capleton ist mein Mentor, ohne ihn hätte ich es nicht geschafft! Er war überzeugt von meiner Energie, meinem Feuer. Ich fühlte mich wieder motiviert und schöpfte neue Hoffnung.“, sagt Ras heute über seine Freundschaft mit Conscious-Reggae-Sänger Capleton.

Über sein eigenes Label releaste Myrdhak zu dieser Zeit seinen eigenen „Forty Sup’emmh“ Riddim und platzierte auf der Rückseite des Capleton Songs seinen eigenen Tune „Blazer“. The rest is history. Der Reggae-Hit brachte Ras die Aufmerksamkeit, die er verdiente, zurück und prompt klopfte es wieder an Myrdhaks Tür. Heute steht der ehemalige Chorknabe aus Linton Park, St. Ann (Jamaika) mit seinem von Brotherman produzierten Debütalbum „Prince of Fyah – Vol. 1“ in den Startlöchern und lässt großes hoffen. Der 14 Song starke Longplayer präsentiert sich im klassischen „One Drop Singjay Style“ und überzeugt mit Myrhdaks Big Voice. Er singt, rappt, krächzt, schreit, jault und summt und lässt seine Stimme leicht, tief, hoch, kratzig, brummend, verzerrt oder geschmeidig klingen. Der Mann hat es einfach drauf. Sein smoother Sing-Style, die produzierten Riddims und die Themen, die von Liebe über Politik und seinem Glauben handeln, machen „Prince of Fyah – Vol. 1“ zu einem power-geladenen und emotionsreichen Album.

Songs wie „Swept Away“ oder „Trod It Alone“, die das pure Sommer-Feeling widerspiegeln, sind genauso gelungen, wie das politische „Gobal Warning“, die gerappten Tracks „Mankind“ und „Jahneasha“, das sogar mit einer satten Portion Liebe aufwatet, und das Capleton-angelehnte „Prince of Fyah“. Der Longplayer beginnt mit dem etwas schnelleren Opener „Gunshots Falling“ und endet mit dem ruhigen, aber wahren, „Too Much Guns Around“. Dazwischen finden sich, das an die Herkunft erinnernde und back-to-the-roots-like „Never You Forget“ und die beiden religiös angehauchten Songs „He Creates The World“ und „Jah Is The Way“.

Am Schluss bleibt die Freude auf „Volume 2“, ein weiteres Abspielen von „Prince of Fyah – Vol. 1“ und das Mitsingen der Hooks, die auf jeden Fall in Erinnerung bleiben. Roots Riddims und eine Strong Voice – sehr angenehm. Peace!

Anspieltipps

  • Never You Forget
  • Swept Away
  • Global Warning
  • Trod It Alone
  • Jahneasha
Neue Kritiken im Genre „Reggae“
Diskutiere über „Ras Myrhdak“
comments powered by Disqus