Turbonegro - Retox - Cover
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Turbonegro Retox


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 40 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Turbonegro machen seit 4-5 Jahren immer wieder dieselbe Platte. Führwahr!

„Wir haben Grunge, BritPop, House, HipHop, New Rock Revolution und Dance Rock überlebt, aber vielleicht nicht New Rave? Die Leute sagen, dass wir seit 10 Jahren immer wieder dieselbe Platte machen, aber das stimmt nicht. Wir machen seit vier bis fünf Jahren immer wieder dieselbe Platte“ – Führwahr, „Retox“, der bislang achte Output der Turboneger, schleift noch immer die Ideen des 2003er Werkes „Scandinavian leather“ mit sich und ist daher mehr oder weniger eine Kopie des vor zwei Jahren erschienenen „Party animals“, das sich ebenfalls allzu gerne an der Reunion-Platte vergangen hat.

Doch etwas ist anders an dem selbsternannten „Homo-Punk-Metal-Bikermovie“, mit dem Turbonegro 2007 für Aufmerksamkeit sorgen wollen und es sind nicht die erotischen Phantasien von Sänger Hank von Helvete, die in Stücken wie „I wanna come“ oder „Stroke the shaft“ unmissverständlich zum Ausdruck gebracht werden. Viel mehr herrscht eine angenehm lockere Attitüde, die den punkigen Rocksongs bzw. den rockigen Punksongs (je nachdem von welcher Warte aus man das betrachten will) eine Unbekümmertheit überstreift, die durchaus auf Zuneigung stößt, ohne sich in alkoholisierten Zustand begeben zu müssen, der auf dem Vorgänger von geradezu unbedingter Notwendigkeit war.

Eine raue Abmischung sorgt außerdem für die richtigen Ecken und Kanten im turbonegrischen Klangkosmos, was letztendlich in Stücken wie „Hell toupée“, „No, I´m alpha male“ oder „Hot and filthy“ besonders gut zur Geltung kommt und die Rocksau ordentlich kreisen lässt, auf dass die Luftgitarre und die Matte ordentlich geschwungen wird. Deathpunk ist „Retox“ jedoch nur mehr in Nuancen, was angesichts der Rock´n´Roll-Gitarren und dem verstärkten Druck aufs Gaspedal allerdings zu verschmerzen ist. Damit der achte Longplayer den Hörer allerdings (nach eigener Aussage) „wie ein Schlagring und ein Kantholz mitten ins Gesicht trifft“, hätten sich die Norweger etwas mehr anstrengen müssen.

Anspieltipps:

  • I Wanna Come
  • Hot And Filthy
  • Stroke The Shaft
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