Cuba Missouri - Things I Wish I Had Not Called Just Things - Cover
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Cuba Missouri Things I Wish I Had Not Called Just Things


  • Label: Make My Day Records
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Es gibt Plattenrezensionen, die sich inhaltlich immer wieder aufs Neue verwenden lassen. Natürlich nur heimlich und nur solange bis der Chef was merkt. Einfach die Songtitel und den Bandnamen austauschen und fertig ist der Artikel. Okay, okay, das machen wir hier selbstverständlich nicht. Aber wer das Debüt der der Indie-Rocker Cuba Missouri besprechen durfte („This Year’s Lucky Charms“, 03/2006) und nun den Zweitling „Things I Wish I Had Not Called Just Things“ der Münsteraner auf den Tisch bekommt, könnte schon mal mit dem Gedanken spielen...

Denn auch auf diesem Longplayer ist alles wieder so schön wie auf dem Vorgänger. Es hat wiederum Kurt Ebelhäuser (Blackmail, Scumbucket) als Produzent hinter den Reglern des Tonstudios 45 in Friedrichshagen gesessen, um die Songs zu verfeinern, die erneut zwischen Indie-, Post- und Noise-Rock changieren. Und die jungen Musiker – Ingo Drescher, Georg Holtz, Roland Peiler und Stephan Lindner, der jetzt als festes Mitglied dazugezählt wird – haben auch diesmal Songs abseits von sämtlichen Trends geschrieben, die sich in die Herzen der Indie-Gemeinde einbrennen werden. Dennoch ist „Things I Wish I Had Not Called Just Things“ eine Weiterentwicklung. Ein Aufbruch etwas kompakter zu klingen und trotzdem eine mächtige Wall of Sound („The pieces“) neben einen verträumten Indie-Pop-Hit zu stellen („Respire“). Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, um nicht nur Liebhaber von Klangkollagen und Geräuschgewittern auf seiner Seite zu haben, sondern auch den ganzen rockaffinen Rest.

Und so erwischt sich der Rezensent am Schluss doch noch dabei, wie er erfolgreich ein Selbstzitat aus der Besprechung des Debütalbums unterbringt. Denn noch immer ist es so, dass „... die Gitarren in brummenden Laut/Leise-Variationen mäandern, während im Hintergrund ein leises Piano zu hören ist. Das Tempo wird ständig variiert, Druck rausgenommen und dann wieder auf Lärm umgeschaltet. Das erzeugt Spannung und zaubert ganz wunderbare Melodiebögen hervor, die sich ganz langsam aus dem rauen Indie-Rock-Panzer herausschälen und die Songs am Ende wie die ersten Sonnenstrahlen nach einem Gewitter in helles Licht tünchen.“ Sorry, Boss...!

Anspieltipps:

  • Respire
  • Lover’s leap
  • Slow ground
  • Cascading lives
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