Funeral For A Friend - Tales Don´t Tell Themselves - Cover
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Funeral For A Friend Tales Don´t Tell Themselves


  • Label: EastWest/WEA
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Melodiegeschwängerter Emo-Pop, der mittlerweile ein breites Publikum ansprechen dürfte.

Stellten Funeral For A Friend 2003 mit „Casually Dressed & Deep In Conversation“ ein amtliches Debüt vor, das den Fünfer aus Wales gleich in die erste Liga der Emo-Szene katapultierte, legten sie 2005 mit ihrem zweiten Silberling „Hours“ nach, mit dem sie ihren Erfolg noch einmal bestätigten. Nun ist der dritte Longplayer „Tales Don’t Tell Themselves“ fertig, mit dem die Jungs um Fronter Matt Davies wieder durchstarten und an die Erfolge der ersten beiden Platten anknüpfen wollen. Ordentlich musikalische Unterstützung haben sie dafür angeheuert, wie zum Beispiel Vokalistin Lianne Francis, einen kleinen Chor und ein Orchester unter der Leitung von Audrey Riley.

Dargeboten wird auf „Tales Don’t Tell Themselves“ melodiegeschwängerter Emo-Pop, der mittlerweile ein breites Publikum ansprechen dürfte, haben FFAF doch noch mal an Eingängigkeit dazu gewonnen. Allerdings sind die Überraschungsmomente, die Wendungen in den Songs – die besonders auf ihrem Debüt für Entzückung sorgten – auf „Tales Don’t Tell Themselves“ sperrlicher gesät. Die Songs konzentrieren sich nun eher auf das Wesentliche und wirken kompakter. Für hymnische Refrains und harmonische Strophen, sowie für dominierende Gitarrenriffs ist natürlich auch auf dem neuesten Werk von FFAF gesorgt.

Dabei werden die Titel vereinzelt durch Elemente, wie Francis angenehm weicher Gesang („The Diary“), Streicherarrangements („Raise The Sail“, „The Sweetest Wave“) oder mehrstimmige Vocals („The Great Wide Open“) veredelt. Die Texte behandeln die für das Emocore-Genre typischen Themen wie Liebe, Familie, Trennung und Einsamkeit. Sie lesen sich zwar wie aus einem Guss, doch fehlt es ihnen, auch Aufgrund der leidlichen Themen, an Originalität. Da hat auch die dreiwöchige Pause in der Probezeit zu „Tales Don’t Tell Themselves“, die FFAF eingelegt haben, weil die Frau von Drummer Ryan Richards eine kleine Tochter erwartete, nicht die große Erleuchtung gebracht – auch wenn die restlichen Bandmitglieder diese Zeit nutzten, um eine neue Herangehensweise für das Songwriting zu entwickeln.

„Tales Don’t Tell Themselves“ kommt als in sich stimmiges Gesamtwerk daher und beinhaltet den einen oder anderen durchaus hitverdächtigen Titel. Es ist für Funeral For A Friend mit diesem Material durchaus möglich, wie schon mit der Singleauskopplung „Escape Artists Never Die“ aus „Casually Dressed & Deep In Conversation“ einen Top-20-Hit in den UK-Singlecharts zu platzieren.

Anspieltipps:

  • Into Oblivion
  • All Hands On Deck
  • One For The Road
  • The Sweetest Wave
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