Ai Phoenix - The Light Shines Almonst All The Way - Cover
Große Ansicht

Ai Phoenix The Light Shines Almonst All The Way


  • Label: Glitterhouse/INDIGO
  • Laufzeit: 39 Minuten
Artikel teilen:
9/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Gestrandet. Das Wasser schimmert kristallklar und man kann bis fast auf den Grund der in blau- grüne Farben gehaltenen majestätischen Algenbuchten blicken. Der pulverartige Sand des kilometerlangen weißen Sandstrandes erstrahlt in seiner Unberührtheit und man lässt sich unter einigen, der auf der Insel verteilten und Schattenspendenden, erhabenen Palmen nieder. Einen tropischen Cocktail schlürfend beobachtet man den beeindruckenden Sonnenuntergang am scheinbar nie zu endenden Meeresrand. Man genießt die selige Ruhe und Abgeschiedenheit und erfreut sich des unhektischen insulanischen Lebens. Jetzt fehlt an und für sich nur noch der passende Soundtrack, um die letzten warmen Sonnenstrahlen in voller Pracht genießen zu können. Vorschlag: Wie wäre es denn mit Ai Phoenix?

Mona Mork und Patrick Lundberg sind die Hauptverantwortlichen in Sachen Songwriting und Gesang der aus der norwegischen Provinzstadt Bergen stammenden Band und „The Light Shines Almost All The Way“ lautet der Name ihres neuen Werkes. Ein Album, versehen mit klassischen Songwriterelementen und gespickt mit feinen, prächtigen in einem dunkel-folkigen Einklang gebettete Melodien. Die Musik von Ai Phoenix ist von einer Art goldenen Harmonie geleitet und erinnert an eine Melange aus Belle & Sebastian, Leonard Cohen und ihrer norwegischen Kollegen Kings Of Convenience.

Momente melancholischer Anmut: Neben dem brillanten wie gleichermaßen minimal wie intimen „She Eats Stones“, gehört das verträumte „Companion“ zu den herausragenden Songs auf „The Light Shines Almost The Way“. Die zuckersüße Melodie, getragen von der traurigen Stimme von Mona Mork wirkt ungemein zeitlos und erzeugt eine außerordentlich warmherzige Atmosphäre. „Like We Know“ ist ein musikalisches Kleinod maximalen Ausdrucks während „The Party’s Over“ am seidenen Faden hängend, scheinbar nur von der stützenden Akustikgitarre daran gehindert wird zu zerbrechen. „I’m Barely Trying“, „You And I“ und „Broken Bones“ sind ruhige und eindringliche Kompositionen von denen man sich liebend gern einfangen lässt und aufgrund ihrer minimalistischen Instrumentierung zunächst klein und unscheinbar wirken, um daraufhin stetig zu wachsen und sich im Gedächtnis zu zementieren. Alle elf Songs entwickeln ihre ureigene, bestimmend reservierte Magie und entfachen eine mannigfaltige wohltuende Atmosphäre.

Auch wenn nicht auf einer einsamen Insel gestrandet, kann man mit „The Light Shines Almost All The Way“ dennoch äußerst glückselige Momente erleben. Eine fabelhafte, wunderschöne und geheimnisvolle Platte voller introvertierter, dezenter aber schimmernder Slow-Pop-Perlen, die allen ans Herz gelegt seien, die ein Verlangen nach der Schönheit des Augenblicks in sich tragen.

Anspieltipps:

  • Companion
  • Peter Pan
  • The Party’s Over
  • She Eats Stones
Neue Kritiken im Genre „Singer/Songwriter“
Diskutiere über „Ai Phoenix“
comments powered by Disqus