Mother Hips - Kiss The Crystal Flake - Cover
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Mother Hips Kiss The Crystal Flake


  • Label: Blue Rose Records
  • Laufzeit: 48 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit einem Eröffnungsriff der Marke “It´s not the fall that hurts“ von den Caesars (nur etwas gemächlicher) starten Mother Hips ihren Feldzug für den „good old Westcoast-Rock“, der laut beiliegendem Waschzettel bereits eine fast ausgestorbene Gattung darstellt. Innerhalb von 6 Minuten schaukeln sich die Gitarren hoch, Sänger und Saitenzupfer Tim Bluhm schmachtet wehmütig zu den zwischen psychedelisch und elegisch anmutenden Klängen, bis „Wicked tree“ seinen Platz beansprucht und im selben Midtempo an den Ohren vorbeischleicht.

Erst „Time we had“ schraubt den Dynamikanteil etwas nach oben und auch das anschließende „No-Name Darrell“ ist deutlich schwungvoller ausgefallen. Trotzdem bleibt das nordkalifornische Quartett, neben Bluhm noch bestehend aus Greg Loiacono (Gitarre), Paul Hoaglin (Bass) und John Hofer (Schlagzeug), in ihren Stücken auf demselben Level und richtig abgerockt wird erst gar nicht. Bei „White hills“ gibt es gegen Ende zwar lautstarkes Gekreische, wirklich vom Hocker reißt der Track deswegen aber auch nicht. Dann schon lieber „Not so independent“, dass sich durch stampfende Drum-Einlagen zu Beginn und inmitten des Songs auszeichnet.

Alles in allem ist „Kiss the crystal flake“, das den bereits sechsten Output der Truppe darstellt, letzten Endes eine handzahme Angelegenheit geworden, die sich selber nach und nach in den Schlaf wiegt. Da hilft auch die gut gemeinte Schadensbegrenzung des Labels nichts, Mother Hips würden wegen der jahrelangen Mischung aus Retro-Rock, Alternative und Indie immer zwischen den Stühlen gesessen haben und somit „nie den ganz großen Durchbruch“ geschafft haben. Nach der hinter einem liegenden, zähen Dreiviertelstunde weiß man allerdings wieso.

Anspieltipps:

  • White Hills
  • In This Bliss
  • Time We Had
  • Not So Independent
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