This Et Al - Baby Machine - Cover
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This Et Al Baby Machine


  • Label: Strange Ways/INDIGO
  • Laufzeit: 47 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

2002 gründete sich im britischen, von den Kaiser Chiefs und Forward, Russia! aktuell geprägten Leeds die Band This Et Al, die mit Sänger/Gitarrist Wu sowie Schlagzeuger Steve zwei ehemalige Hardcore-Protagonisten an Bord hat, sich aber Stück für Stück vom Brecheisen löst und stattdessen melancholische Soundlandschaften mit leichten Noise-Eskapaden paart. Zusammen mit den befreundeten Forward, Russia! veröffentlichten This Et Al im Jahr 2005 eine Split-Single, die von zwei weiteren, auf dem nun vorliegenden Debüt-Album ebenfalls enthaltenen, Singles gefolgt wurde. Und dass die britische Medienlandschaft nicht ohne Grund die Newcomer überaus schätzt, beweist „Baby Machine“ mit individueller, sich nicht aktuellen Indie-Standards anbiedernder Qualität.

Der Opener „The Loveliest Alarm“ schraubt sich nach einem schwebenden Auftakt und zarter, durch starke Percussion-Arbeit geförderter Wehmut zu einem durch Sänger Wu angetriebenen Feedback-Alarm hoch, der trotzdem nicht sperrig oder gar (wenn überhaupt sehr positiv) verstörend wirkt. Musikalisch regiert eine griffige, ausgewogene Mischung, die mit gleicher Berechtigung Drums/Percussions, Saiten-Instrumente und den einschmeichelnden Gesang in sich vereint, wobei sich hier und da Piano nebst Synthesizer in das schroffe, doch nicht unüberlegte Gerüst einschleichen. „Wardens“, ehemalige Vorab-Single, braucht nicht mehr als 2:30 Minuten, um zum energischen Feuerwerk der Hitverdächtigkeit heranzureifen, während das folgende „Sabbatical“ mit sinnesraubenden Gitarren-Effekten die ergreifende Hymne anpeilt und dort eine sichere Landung vermelden kann.

Obwohl sich das ausgefeilt klingende und trotzdem wunderbar eingängige Material auf „Baby Machine“ sehr hitsicher gibt und hoffentlich kaum ein Interessierter in diesem Sommer an This Et Al vorbeikommt, ist es der mit Proberaum-Atmosphäre und viel spontaner Hingabe gesegnete Sound, welcher das Album erdet und ihm genug Zugkraft gibt, um weitaus länger in der Musiklandschaft zu verweilen, als man es von einigen Brit-Darlings erwarten konnte. Hier wurde nicht nur an Hits für die Indie-Disse (die durchaus achtbar aus den Hüften kommen) gedacht, sondern auch an Haltbarkeit und Raffinesse, die sich durch scheinbar disharmonische, noise-rockige Elemente und aufblitzende Edel-Melodien aus Streichersounds, Piano sowie Orgel auszeichnet.

Anspieltipps:

  • Wardens
  • He Shoots Presidents
  • Catscan
  • (The Tale Of) Frosty Jackson
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