MIMS - Music Is My Savior - Cover
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MIMS Music Is My Savior


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 57 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf seiner Single „This Is Why I’m Hot” präsentiert sich Shawn MIMS mit den Worten „I represent New York, I got it on my back, Niggaz say that we lost it, so I'ma bring it back“ äußerst selbstbewusst und erfolgssicher. So ganz kann man es dem 26-jährigen MC auch nicht verübeln. Denn immerhin hat der Newcomer mit seiner Single Ganz-USA erobert, die Nummer Eins der Charts gestürmt und auch in Deutschland einen mehr oder weniger großen Bekanntheitsgrad erreicht.

Nach der erfolgreichen Singleveröffentlichung steht nun ab heute MIMS hocherwartetes Major-Debütalbum „Music Is My Savior“ in den Läden. Der Titel, der übrigens von MIMS abgeleitet wurde, ist allerdings nicht metaphorisch zu verstehen. Gleich zu Beginn des Album beantwortet Shawn seinem Zuhörer die Frage auf die Titelwahl und wird von einem ruhigen Pianospiel begleitet: „No sense of hope, so I made music mine. Music saved my life, it kept me inside, it brought me home early, it kept me at the right place in the right time and so I dedicate this album to music, ‘cause Music Is My Savior”. Nach dem Intro ist aber auch gleich Schluss mit Besinnlichkeit, denn nach dem Opener „It’s Alright” folgt sogleich der Clubhit „This Is Why I’m Hot”. Dieser Track wurde von dem Blackout Movement Producerteam geschmiedet, die auch den größten Teil des restlichen Albums produziert haben. Ähnlich clubtauglich wie MIMS erste Single, ist die zweite Auskopplung „Like This“ sowie das im Southern-Style-angelehnte „Superman“, indem MIMS anstatt „I’m hot“ „I’m fly“ rappt.

Echtes New-York-Feeling mit Gangster-Beat zerschmettert MIMS mit Songs wie „Cop It“ und „Just Like That“ über unseren Köpfen. „I heard it was, squeeze first ask questions / So which one of y'all is the next to ask? / Be the same one of y'all, up next to blast / I suggest you raise up, like Exxon gas” (Cop It) spittet Shawn in sein Mic und dreht zusammen mit den Blackout Movements so richtig auf. Einen schnellen Rapflow möchte MIMS seinen Zuhörern auch nicht vorenthalten und rappt sich in “They Don’t Wanna Play” die Seele aus dem Leib.

Luftig leichte Lady-Tracks („Girlfriends Fav MC“, „Big Black Train“, „Without You“) zeigen, dass auch MIMS eine sentimentale Seite hat und bieten gelungene Ruhepausen zum Chillen zwischen den Clubbeats und den etwas nachdenklicheren Songs. Ernste Tracks sind das mit Vinyl-Geräuschen unterlegte „Where I Belong“, „Doctor Doctor“ und das persönliche „Don’t Cry“. In „Where I Belong“ träumt MIMS von einer perfekten Welt und stellt gleichzeitig die Probleme unserer heutigen Lebensart dar („Where we're all friends, and ain't no enemies / And there ain't no one minute you're wrong, next minute you're gone / So I hope that, by the end of this song, I am where I belong”). Mit “Doctor Doctor” schlüpft MIMS in eine Patientenrolle und erzählt seinem imaginären Psychiater von seinen Problemen („I said doctor, doctor I need help now, ain't slept in years so I see a melt down / Either that or permanent breakdown cause my 'Hypeman' ain't learnin the breakdown.”). Zu dem persönlichsten Track könnte man „Don’t Cry” zählen, der auch gleichzeitig als Outro gilt - hier erzählt MIMS von seiner Kindheit: „She had me thinking that my tears meant nothin' / Years later found out it means something / You see all those nights mama left me alone / I had to learn how to stand on my own”.

Als Bonustrack findet man noch „I Did You Wrong” auf der Platte, welches auch recht gut anzuhören ist. Ein weiteres Highlight ist der Remix zu „This Is Why I’m Hot“ zusammen mit Reggaesängern Cham und der Legende Junior Reid. Weitere Featureartists wie Bun B, LeToya Luckett, Seed und J. Holiday runden Shawns Gesamtwerk ab.

Im Allgemeinen hat MIMS ein sehr ordentliches Album abgeliefert und kann sich beruhigend auf die Schultern klopfen. Zwar sind seine Lyrics nicht allzu oft tiefgründig, doch der Gute hat ein Gespür für Ohrwurm-Refrains und good Music. Sein Rapstil und auch die Musikart erinnert ein bisschen an Jay-Z, weshalb „Music Is My Savior“ auch nicht nach einer neuen HipHop-Revolution schmeckt, sondern eher nach einem Album, das sehr von Shawns Vorbildern inspiriert zu sein scheint. Talent hat der New Yorker MC jedoch auf jeden Fall und wird mit Sicherheit nicht mehr so schnell von der Bildfläche verschwinden. This is why this Album is hot!

Anspieltipps

  • This Is Why I’m Hot
  • Where I Belong
  • Cop It
  • Doctor Doctor
  • Don’t Cry
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