Black Light Burns - Cruel Melody - Cover
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Black Light Burns Cruel Melody


  • Label: I Am: Wolfpack/EDEL
  • Laufzeit: 63 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Black Light Burns ist nach Big Dumb Face, Eat The Day und The Damning Well der aktuelle Zeitvertreib des exzentrischen Ex-Limp-Bizkit-Gitarristen Wes Borland.

Black Light Burns ist nach Big Dumb Face, Eat The Day und The Damning Well der aktuelle Zeitvertreib des exzentrischen Ex-Limp-Bizkit-Gitarristen Wes Borland. Er gründete das Projekt im Herbst 2005 und ernannte es nach dem letzten Krach mit Limp-Bizkit-Boss Fred Durst zu seiner Hauptband. Der 32-Jährige spielte das vorliegende Album zusammen mit Bassist Danny Lohner (Nine Inch Nails), Tastenmann Josh Eustis (Telefon Tel Aviv) und Drummer Josh Freese (A Perfect Circle) ein.

Auf der Bühne vertraut Borland dagegen den Herren Marshall Kilpatric (Drums), Nick Annis (Gitarre) und Sean Fetterman (Bass). Trotzdem wandeln Black Light Burns bezogen auf die Studiomusiker durchaus auf den Pfaden einer modernen Supergruppe. „Cruel Melody“ erscheint auf dem neugegründeten „I Am: Wolfpack”-Label von Metal-Produzent Ross Robinson (Machine Head, Sepultura, Limp Bizkit), nachdem das Limp-Bizkit-Label Geffen Records kein Interesse an der Musik von Borland signalisierte. Wes Borland ist bei Black Light Burns nicht nur für die Gitarrenarbeit zuständig. Er kümmert sich auch zusammen mit Danny Lohner und Josh Eustis darum, dass der Sound einen düsteren Elektronik-Touch erhält, in dem Synthesizer eine besondere Rolle übernehmen. Darüber hinaus ist Borland auch der Sänger der Gruppe.

Gerade der Einfluss des ehemaligen Nine-Inch-Nails-Keyboarders Danny Lohner führt dazu, dass „Cruel Melody“ keine simple 08/15-Rockplatte und schon gar kein Nu-Rock-Abklatsch geworden ist. Als grobe Orientierung ließe sich evtl. eine Mischung aus Nine Inch Nails („Lie”), Queens Of The Stone Age („Mesopotamia”), Marilyn Manson (ganz stark: „Animal”), The Cure („New hunger“) und David Bowie („Cruel melody“) ausmachen, wobei es Black Light Burns bei den vielseitigen Vergleichen sicher nicht an Eigenständigkeit mangelt.

Unterm Strich hat das Quartett einen apokalyptisch klingenden 60-Minuten-Brocken kreiert, der als recht zugänglich eingestuft werden darf, was am Ende überrascht, da Herr Borland in der Vergangenheit ja durchaus seine Problemchen damit hatte. Hier macht er alles richtig. Er reiht neben harte Elektro-Rock-Songs („Mesopotamia“, „Lie“) sanfte, psychedelisch angehauchte Stücke („I am where it takes me“, „Iodine sky“) und experimentiert mit poppigen Melodien wie im Titeltrack. Das ergibt ein durch und durch spannendes Album, das sich zu entdecken lohnt.

Anspieltipps:

  • 4 Walls
  • Animal
  • The mark
  • New hunger
  • Mesopotamia
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