Joan Osborne - Breakfast In Bed - Cover
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Joan Osborne Breakfast In Bed


  • Label: Time Life Records
  • Laufzeit: 65 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein bisschen mehr Tempo und rockige Elemente würden Mrs. Osborne gut zu Gesicht stehen.

Nachdem im Jahre 2006 veröffentlichten Longplayer „Pretty Little Stranger“ legt die Sängerin Joan Osborne ein neues Werk, diesmal bei der Plattenfirma Timelife, vor. Der letzte musikalische Ausflug in Countrygefilde ist vorbei und nun verlässt sich Frau Osborne wieder auf ihre Soulmusikleidenschaft: Coverversionen von Soullegenden wie Bill Withers hat sie ebenso im Repertoire wie Hall-&-Oates-Songs.

Joan Osborne entführt den Hörer mit ausdrucksstarker klarer Stimme in ihr Reich und die weiße Soulsängerin beweist ihre Zugehörigkeit zu einer höheren Qualitätsliga. Die einzigen Eigenkompositionen der 16 Songs, die zwei Bonussongs am Schluss waren Beiträge zu einem Sampler, sind „Baby is a butterfly“, „Eliminate the night“, „I Know What's Goin' On“, „Alone with You“ und „Heart of Stone“. Die ersten beiden selbstgeschriebenen Songs fügen sich in die ruhige Soul-Atmosphäre, die der Longplayer ausstrahlt, ein und konzentrieren sich auf die Sangeskunst von Joan Osborne.

„I Know What's Goin' On“ und „Alone with You“ kommen sehr beschwingt und fröhlich daher, stören aber das Gesamtkunstwerk überhaupt nicht, im Gegenteil die Sängerin schafft es ihren eigenen Songs etwas Modernes zu geben, aber trotzdem herrlich altmodisch zu klingen. Es ist nahezu unmöglich etwas zu kritisieren, die reichhaltige Erfahrung der 45-Jährigen in Zusammenarbeit mit ihrer unvergleichlichen Stimme lassen kaum Wünsche offen. Stilecht setzt vor allem am Anfang der CD ein Männerchor als Background ein und der Charme der eigentlich schwarzen Soulmusik blitzt nicht nur in diesem Detail auf.

Die beiden Zugaben am Schluss, vor allem der Klassiker „Heat Wave“, erneuern aber den Wunsch, der schon bei letzten Werk „Pretty Little Stranger“ aufkam: ein bisschen mehr Tempo und rockige Elemente würden Mrs. Osborne auch gut zu Gesicht stehen, denn eigentlich kann sie mit ihrer musikalischen Gabe, ihrer Stimme, viel mehr als „nur“ Soulmusik ausdrücken. Wenn auch noch der Anteil der selbstkomponierten Songs erhöht wird, bliebe den Kritikern nichts mehr übrig, denn Joan Osborne beherrscht auch diese Disziplin.

Anspieltipps:

  • I've Got to Use My Imagination
  • I Know What's Goin' On
  • Alone with You
  • What Wave
  • What Becomes of the Brokenhearted
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