Bigbang - Too Much Yang - Cover
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Bigbang Too Much Yang


  • Label: Glitterhouse/INDIGO
  • Laufzeit: 36 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Urknall. Dass das neue Album „Too Much Yang” der norwegischen Band um Liedschreiber und Mastermind Øystein Greni ähnliche Auswirkungen zur Folge haben könnte, wie Namenskollegin und Mutter aller Erschütterungen Bigbang, wäre dann doch aus musikalischer und evolutionstechnischer Perspektive, etwas zu weit hergeholt. Aber dennoch knallt es gewaltig wenn die rockenden Herren aus Norwegen ihre Instrumente zur Hand nehmen. Während sich der Vorgänger „Poetic Terrorism“ im knalligen Westcoastsound der Siebziger austoben durfte, steht das neue Werk gleichermaßen für Rückbesinnung und Neubeginn der Band. Rock’n’Roll trifft auf melodischen Einklang.

Bereits beim Titeltrack scheinen die Gitarren schon seit Stunden auf Betriebstemperatur angeheizt worden zu sein und man stellt sich vor wie „saucool“ es jetzt wäre zu diesem Lied mit geöffnetem Cabriolet über den Highway zu brettern. Genauso rasant fegt der hundsgemein rockige „Hurricane Boy“ wie ein eben solcher durch die Gehörgänge bevor es mit „I Don’t Wanna“ den ersten ganz große Wurf der Platte zu bestaunen gilt. Stimmgewaltige Backgroundsängerinnen und blecherne Bläser hauchen diesem ungemein groovenden Song eine gehörige Portion Soul ein.

„The Third Act“ ist eine von dumpf hallender Westerngitarre getragene, astreine Ohrmuschelhymne und die verzerrte Akustikklampfe auf „A Thousand Times“ vermittelt zusammen mit dem sirenenartigen Eunuchenrefrain ein schlicht umgarnendes „Ist das eine Live-Aufnahme?“-Gefühl. „L.A. Song“ kann mit einer verdächtig Red Hot Chili Pepperesken Melodie aufwarten und „Early December“ suhlt sich in staubiger, durch einen fetzigen Beat bereicherter Harmonie. Lediglich „My First Time“ und „Angelina“ wollen nicht richtig zünden und gehören zu den seltenen schwächeren Momenten auf diesem Album.

„Too much Yang”. An manchen Stellen der Platte tatsächlich ein bißchen zu viel des Guten. Etwas weniger „Yang” hätte dem einen oder anderen Song sicherlich nicht geschadet. Dennoch schaffen es Bigbang gleichermaßen frisch wie auch vertraut zu wirken. Und die Skandinavischen Rocker haben ein Album aufgenommen, das weder hip noch trendig daherkommt, sondern einfach nur Spaß macht. Ein Rock’n’Rolliger Mini-Urknall ist das hier allemal.

Anspieltipps:

  • Too Much Yang
  • I Don’t Wanna
  • The Third Act
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