The Cursed - Room Full Of Sinners - Cover
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The Cursed Room Full Of Sinners


  • Label: Locomotive Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Oft kommt es vor, dass sich Musiker in einer Kapelle allein nicht mehr ausgelastet fühlen. Anstatt sich anderweitig (man könnte auch „sinnvoll“ sagen) zu beschäftigen, suchen sie sich einige mehr oder weniger fähige Sessionmusiker und gründen eine neue Band, die dann oft als „Nebenprojekt“ bezeichnet werden. Dieser Terminus rührt wohl direkt aus der frappierenden Nebensächlichkeit, welche die Musik solcher Gruppierung oft bestimmt. The Cursed starring Overkills Bobby „Blitz“ Ellsworth sind dabei keine Ausnahme.

Bobby hat sich mit seinen Mitstreitern Dan Lorenzo (Ex-Hades), Job The Raver (Murder1) und Mike Cristi (Non-Fiction) gänzlich dem Old-School-Metal verschrieben, und wenn Bobby „Oldschool“ sagt, dann mein Bobby auch „Oldschool“. Der Sound ist trocken wie der Furz eines gemeinen Sahara-Wüstenfuchses und die Songs sind allesamt ziemlich spartanisch arrangiert. Und so verschmitzt wie Bobby hier ins Mikro lallt, hat er vor den Aufnahmen wohl noch einen guten Schluck aus der Jacky-Pulle genommen.

Die Songs bleiben dann allesamt ziemlich gleichförmig, mögen sie nun „Sweeter“, „Native Tongue“ oder „One Time“ heißen. Doomige Riffs treffen ohne jegliche Spannungsmomente auf minimalistische Melodien, das Ganze klingt dann mehr als einmal nach den guten alten Black Sabbath. „Breaking Her Down“ bleibt nicht mehr als ein kurzes Intermezzo, die Länge von unter einer Minute ist allerdings nicht unbedingt negativ zu betrachten, so bleibt es einem immerhin erspart weiter diesem ausgelutschtem Riff zuzuhören. „Leven als God in Frankrijk” ist höchstens wegen des ungewöhnlichen Namens erwähnenswert.

Drei Songs bleiben positiv im Gedächtnis, das vor allem, weil sie sich von dem sonstigen Einheitsbrei etwas absetzen können. Einmal sind da „Evil, In The Bag“ und „Queen Of The Down“, die durch die sleazigen Saxophon-Soli immerhin etwas Coolness verbreiten können. Auch die bluesige Nummer „Serpentine Slither“ verleitet mit der lässigen Bassline zum Mitwippen, erinnert vom Feeling aber irgendwie ein wenig an das Pink-Panther-Theme. Den Rest vom Album kann man getrost vergessen. Wahrscheinlich muss man mitgespielt haben, um diese Musik wirklich gut zu finden.

Anspieltipps:

  • Evil, In The Bag
  • Serpentine Slither
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