Pearl Jam - Live At The Gorge - Cover
Große Ansicht

Pearl Jam Live At The Gorge


  • Label: Rhino Records/WEA
  • Laufzeit: 450 Minuten
Artikel teilen:
9/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Über 6½ Stunden Musik getankt, das ganze Wochenende nicht vor die Tür gekommen, das CD-Regal im Bereich „P“ noch voller gestellt, aber glücklich und zufrieden.

Normal ist das alles nicht. Nach 72 (!) offiziellen Live-Bootlegs ihrer 2000er Welttournee und weiteren 73 (!!) der 2003 Tournee, steht mit „Live At The Gorge 05/06“ schon wieder ein sieben CDs umfassender Schuber mit Live-Musik aus dem Hause Pearl Jam an. Entschuldigung, aber dieses Gebaren fördert eindeutig das Messi-Syndrom unter den Fans der Seattle-Rocker. Wohin mit dem ganzen Zeug? Und vor allem, wer soll das alles hören?

Trotzdem macht auch dieses opulente Set Sinn, denn Pearl Jam schaffen tatsächlich das Kunststück, bei den exakt 97 (!) Songs so wenig wie möglich Überschneidungen bei den Setlists zu produzieren. Zudem gibt es jede Menge Raritäten wie „Hard to imagine“, ein Song, den Pearl Jam fast sieben Jahre nicht mehr live spielten, oder „Dirty Frank“, der seit 1994 nicht mehr gespielt wurde. Weitere Highlights aus der Raritätenkiste (zum Teil in Akustikversionen) sind u.a. „Low light“, „Sad“, „God’s dice”, „Rats”, „Satan´s bed” und das Mother-Love-Bone-Cover „Crown of thorns”. Überhaupt haben es diverse Coversongs ins Programm geschafft, mit denen Pearl Jam große Vorbilder wie The Who („Baby O´Riley”), Neil Young („Rockin’ in the free world”) und Tom Petty („I won’t back down”) huldigen.

Die Aufnahmen fanden bei drei verschiedenen Konzerten in den Jahren 2005 und 2006 im wunderschön gelegenen Amphitheater The Gorge am Columbia River in Washington statt und zeigen Pearl Jam in heimischer Umgebung in bester Spiellaune. Wie bei PJ-Konzerten üblich, geht das Publikum enthusiastisch mit und stachelt die Protagonisten zu Höchstleistungen an. Und damit haben wir es auch schon wieder. Über 6½ Stunden Musik getankt, das ganze Wochenende nicht vor die Tür gekommen, das CD-Regal im Bereich „P“ noch voller gestellt, aber glücklich und zufrieden. Mensch, wird Zeit, dass Pearl Jam mal wieder auf Tournee gehen...

Anspieltipps:

  • Alive
  • Jeremy
  • Daughter
  • Even flow
  • Fuckin’ up
  • Given to fly
  • Off he goes
  • Better man
  • Crazy Mary
  • State of love and trust
Neue Kritiken im Genre „Alternative Rock“
4/10

Attention Attention
  • 2018    
5/10

When Legends Rise
  • 2018    
Diskutiere über „Pearl Jam“
comments powered by Disqus