The Academy Is - Santi - Cover
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The Academy Is Santi


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 39 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine Indie-Band nach der Anderen kommt momentan ans Tageslicht, jede mit einem neuen „fantastischen“ Rock-Debüt im Gepäck. Für The Academy Is aus Chicago ist „Santi“ nach „Almost Here“ (2005) bereits der zweite Longplayer. Die fünf Indie-Rocker verschmelzen Rockelemente mit Pop-Einflüssen und beschallen jeden geneigten Liebhaber des Genres mit eingängigen Refrains und tanzbaren Rhythmen. Aber auch Fans des gepflegten Pop-Rocks dürften gefallen an „Santi“ finden.

William Beckett angenehm klares mit etwas Dreck beschmutztes Organ schmeichelt im Ohr und schafft es in erstaunliche Höhen, wie man im ruppigen, funkig angehauchten „You Might Have Noticed“, oder im Mitsing-Refrain in der zackigen Indie-Disco „Sleeping With Giants“ feststellen kann – das Teil wird wohl bald in keinem Alternative-Schuppen mehr fehlen. Ab auf die Tanzfläche geht’s auch mit dem poppigen „Neighbors“, das beschwingt und fröhlich auch der trübst dreinblickenden Miene ein Lächeln entlockt.

Die Refrains schaffen es immer wieder mitzureißen. Ob in dem geradlinigen „Same Blood“ oder der groovigen Midtempo-Nummer „We've Got A Big Mess On Our Hands“ – die Songs bleiben hängen und lassen sich nicht so leicht aus dem Gedächtnis verdrängen. So geht es dem Hörer auch bei „LAX To O'Hare“, das mit klasse Singalong-Passagen ausgestattet das Indie-Herz höher schlagen lässt. Auch in der Ballade „Everything We Had“ bescheinigen The Academy Is ein weiteres Mal ihr Händchen für tolle Melodiebögen. Mit Streichern und Backgroundstimmen unterlegt sorgt das Stück für reichlich Feuerzeug-Atmosphäre. Mit rumpelnden Drums und frecher „leck mich“-Coolness findet „Bulls In Brooklyn“ den Weg in die Gehörgänge. Lässig treibt ein vordergründiger Basslauf das sich stetig steigernde „Seed“ voran. Das exzentrische „Chop Chop“ schreit schon fast nach einem Kosakenritt, zaubert aber plötzlich wieder eine Hookline hervor, die auch jeder Emocore-Band gut zu Gesicht stünde.

Die Symbiose aus Maroon 5 und Funeral For A Friend Versatzstücken namens „Unexpected Places“ schließt ein wirklich gelungenes Werk einer gut aufgelegten Band ab, das voller Ideen und hymnischen Melodien steckt und nah dran ist am Prädikat „fantastisch“.

Anspieltipps:

  • We've Got A Big Mess On Our Hands
  • Sleeping With Giants
  • Neighbors
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