Nuclear Blast Allstars - Into The Light - Cover
Große Ansicht

Nuclear Blast Allstars Into The Light


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 90 Minuten
Artikel teilen:
8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Es ist Partytime in der Donzdorfer Nuclear-Blast-Zentrale! Deutschlands führendes Label in Sachen Heavy Metal wird 20 Jahre alt. Aus diesem Grund haben sich die Mannen um Markus Staiger dazu entschieden, ein Allstar-Album auf den Markt zu bringen. Ein ähnliches Konzept war ja auch schon bei der Konkurrenz von Roadrunner gut aufgegangen, als die ihr Jubiläum feierten. Als Komponist wurde Rage-Klampfer Victor Smolski gewonnen, der sich bei den meisten Songs Unterstützung von seinen Bandkollegen Andre Hilgers und Peavy Wagner holte, der wiederum viele der Lyrics verfasste.

Allein durch die Liste an Gastsängern ist eigentlich schon beste Unterhaltung garantiert. Sichtlich Mühe gegeben hat sich auch Multiinstrumentalist Smolski für jede der zehn Stimmen das passende Klanggerüst zu schaffen. Der melodische Power-Metal-Track „Dirty Wings“ mit Edguy-Shouter Tobias Sammet ist der perfekte Anfang für dieses hochkarätige Album. Das folgende „Terrified“ ist eigentlich nichts anderes als ein verkappter Rage-Song, schließlich sind hier alle drei Stammmitglieder an Bord. Auch Tony Kakko (Sonata Arctica) und Mats Leven (Therion) begeben sich bei „Ruling The World“ und „Death Is Alive“ nicht unbedingt in unbekannte Gefilde, besonders letzterer Song überzeugt aber durch seine epischen Klänge.

Wer bisher ein wenig den Bumms vermisst, wird sicher mit dem Auftritt von Destruction-Frontsau Schmier bei der herrlich oldschooligen Speed-Granate „Bloodsuckers“ zufrieden gestellt werden. Ziemlich progressiv geht es im ziemlich modern gehaltenen „Slaves To The Desert“ zu. Schön ist es, Hansi Kürsch mal wieder außerhalb seines Blind Guardian-Kontextes hören zu dürfen. Wesentlich einfacher gehalten ist „A Perfect Day“ mit Andi Deris (Helloween), das aber trotzdem einen hohen Spaßfaktor aufweist. Richtig symphonisch wird es bei „Eternally“, bei dem Oddleif Stensland von den Nevermore-Klonen Communic seine Stimmbänder strapaziert.

Pikanterweise direkt hintereinander gestellt wurden die Beiträge der beiden ehemaligen Bandgenossen Marco Hietala (Nightwish) und Tarja Turunen (Ex-Nightwish). Während ersterer in ziemlich vorhersehbaren Bahnen verläuft, ist zweiterer so etwas wie die Überraschung des Albums. Nicht nur singt Tarja teilweise in einer gänzlich anderen Klangfarbe als noch zu Nightwish-Zeiten, auch die Instrumentierung erinnert eher an Savatage als an ihre alte Stammband.

Obwohl unter den zehn Songs der absolute Überflieger fehlt, gab es auf dem Sektor des melodischen Metals in letzter Zeit wenige CDs, die „Into The Light“ das Wasser reichen können. Weiterer Kaufanreiz ist die beigelegte Bonus-Disc, auf der es neben einigen alten Bekannten auch rare Tracks von Helloween, Gotthard oder Candlemass zu hören gibt. Und wer es dann doch gerne etwas härter hat: Später dieses Jahr erscheint „Out Of The Dark“, bei dem Peter Wichers (Ex-Soilwork) das Songwriting übernimmt, als Gäste werden unter anderem Anders Fridén (In Flames), Peter Tätgren (Hypocrisy, Pain) und John Bush (Ex-Anthrax) dabei sein.

Anspieltipps:

  • Terrified
  • Bloodsucker
  • Slaves To The Desert
  • In The Picture
Neue Kritiken im Genre „Heavy Metal“
6/10

Armor Of Light
  • 2018    
Diskutiere über „Nuclear Blast Allstars“
comments powered by Disqus