Soundtrack - Zodiac - Cover
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Soundtrack Zodiac


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 67 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Filme von David Fincher sind immer wieder eine Klasse für sich. Angefangen vom kalten und unwirtlichen Alien 3 (1992) über sein Opus Magnum „Sieben“ (1995) über den Serienkiller John Doe, der nach den sieben Todsünden seine Opfer aussucht, dem Katz- und Mausspiel in „The Game“ (1997) oder dem genial strukturierten „Fight club“ (1999), bis hin zu seinem letzten, zupackenden Actionthriller „Panic Room“ (2002), bei dem selbst Menschen ohne klaustrophobische Angstzustände in solche versetzt wurden, der aus Denver, Colorado stammende 45jährige Regisseur und Produzent ist ein Garant für intelligente und dabei immer unterhaltsame Streifen mit hundertprozentiger Gänsehautgarantie.

Man erinnere sich nur an die Stelle in „Sieben“, als Kevin Spacey gegen Ende des Films das Polizeipräsidium betritt und Detective Mills (Brad Pitt) und Somerset (Morgan Freeman) auf sich aufmerksam macht oder wenn Edward Norton in „Fight club“ klar wird, was eigentlich gespielt wird. Finchers Gespür für Wendungen, die den Zuseher eiskalt erwischen und nicht selten erstarren lassen, kommt auch im Nachfolger zu „Panic Room“ ausreichend zur Geltung und beruht auf einer wahren Begebenheit eines Serienkillers, der Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre in Amerika sein Unwesen trieb: der Zodiac Killer.

„Eigentlich ist das gar kein Serienkiller-Film, sondern eine Zeitungsgeschichte“ erklärt der Regisseur über seinen neuesten Streifen, dürfte damit allerdings ein gehöriges Understatement geliefert haben, denn „Zodiac“ ist wie seine Vorgänger ein spannender Thriller, der von der ersten bis zur letzten Minute an fesselt. Musikalisch hat er sich dabei Unterstützung von Komponist David Shire (Die Unbestechlichen, Saturday Night Fever) geholt, den Soundtrack zum Film liefert eine ganze Stange an hochkarätigen Künstlern aus der Zeit als der Killer noch auf freiem Fuß war.

„Soul Sacrifice“ von Santanas selbstbetiteltem Debüt aus 1969 ist darauf ebenso enthalten wie Sly And The Family Stone („I want to take you higher“), Three Dog Night („Easy to be hard“), Eric Burdon And The Animals (Sky pilot“), Isaac Hayes („Hyperbolicsyllabicsesquedalymistic“), Marvin Gaye („Inner city blues“) oder Donovan („Hurdy gurdy man“), wodurch sich der Großteil der Musik zum Film aus einer Mischung von Psychedelic, Blues oder Hardrock zusammensetzt. Mit Lynn Andersons „Rose garden“ ist sogar eine waschechte Nummer 1 aus den damaligen Pop-Charts vertreten und mit Beiträgen von John Coltrane („Mary´s blues“) und dem unvergleichlichen Miles Davis („Solar“) wurden zwei wundervolle Jazz-Songs in die Trackliste eingewoben, wodurch dem Feeling der 60- und 70er Jahre nichts mehr im Wege steht.

Anspieltipps:

  • Miles Davis – Solar
  • Santana – Soul Sacrifice
  • John Coltrane – Mary´s Blues
  • Donovan – Hurdy Gurdy Man
  • Lynn Anderson – Rose Garden
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