Max Mutzke - Aus Dem Bauch - Cover
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Max Mutzke Aus Dem Bauch


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 66 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Max Mutzke spielt den Stiefel solide herunter. Dabei wünscht man sich aber immer, dass er mal mehr aus sich herauskommt.

Nach dem Sieg bei Stefan Raabs „SSDSGPS“ und einem beachtlichen achten Platz beim Eurovision Song Contest 2004 in Istanbul mit der Platin-Single „Can’t Wait Until Tonight“, brachte Max im Januar 2005 sein erstes Album „Max Mutzke“ heraus, das Goldstatus erreichte. Nun kommt das zweite Album „...aus dem Bauch“ in die Läden und bietet den erwarteten souligen Pop mit Jazz- und Funkeinflüssen. Max’ Mentor Stefan Raab produzierte die Platte, deren Songs vornehmlich aus der Feder seines Schützlings stammen.

Sommerlich startet „Eigentlich immer“ in die gut eine Stunde voller saftiger Beats, kraftvoller Stimmen und lässig groovender Bass- bzw. Gitarrenläufe. Die vorab ausgekoppelte Single „Mein Automobil“ schafft es wohl mühelos Kultstatus zu erlangen und hebt die Stimmung jeder noch so deprimierenden Party, auch wenn musikalisch nicht wahnsinnig viel geboten wird. Nach wirklichen Highlights sucht man auf „..aus dem Bauch“ leider auch an anderen Stellen vergebens. Sehr viel Stückwerk und Durchschnittliches bekommt man zu hören. Überzeugend ist hingegen Max’ Gesangsleistung: Mit seiner markant souligen Stimme voller Kraft und Leidenschaft gibt er den Songs noch den nötigen Kick, damit sie nicht in Gleichgültigkeit versinken.

13 Songs bekommt der Fan fürs Geld, darunter eine Country Version von „Mein Automobil“ und zwei englisch intonierte Stücke („Like a Fire“, „What a fool believes“) – der Rest ist auf Deutsch eingesungen. Groovende Midtempo-Nummern („Musik kommt aus dem Bauch“, „Schön hier zu sein“, „Weil ich Dich liebe“) wechseln sich ab mit einfühlsamen Balladen („Lass mich nicht geh’n“, „Wir verlier’n uns nicht für immer“, „Song für Dich“). Dabei spielt mal die Gitarre („Drei Schritte Rückwärts“), mal das Piano („Tag für Tag“) die Hauptrolle der musikalischen Untermalung, gepaart mit kleinen Soundgimmicks, welche die jeweilige Stimmung eines Songs unterstreichen.

Max Mutzke spielt den Stiefel solide herunter, dabei wünscht man sich aber immer, dass er mal mehr aus sich herauskommt. Die Songs stehen Max zwar gut zu Gesicht und sie überlassen seiner hervorragenden Stimme durch die sparsame Instrumentierung auch das Rampenlicht, doch Max scheint sich leider immer etwas zurückzuhalten. Dazu ähneln sich die einzelnen Nummern noch stark in ihrem Ausdruck und ihrer Instrumentierung, sodass „...aus dem Bauch“ nicht das Niveau des Erstlings „Max Mutzke“ erreichen kann.

Anspieltipps:

  • Lass mich nicht geh’n
  • What a fool believes
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