Marion Raven - Set Me Free - Cover
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Marion Raven Set Me Free


  • Label: Eleven Seven Music
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein charismatisches Album einer sympathischen Sängerin.

Von ihrem Heimatland Norwegen aus startete Marion Elise Raven bereits mit 15 Jahren eine internationale Musikkarriere. Gemeinsam mit ihrer Sandkastenfreundin Marit Elisabeth Larsen gründete sie das Pop-Duo M2M und heimste mehrere Platin-Auszeichnungen für die zwei Alben „Shades of purple“ (2000) und „The big room“ (2002) ein. Danach versuchte sie sich als Solokünstlerin und veröffentlichte ihr Debüt „Here I am“ (2005) in Skandinavien und mehreren asiatischen Ländern, die der Musik der mittlerweile 23-Jährigen, die weg vom Teenie-Pop eine wesentlich rockigere Ausrichtung eingeschlagen hatte, verfallen waren.

Zwei Jahre später erscheint nun der Nachfolger „Set me free“, der allerdings mehr einen Schnupperkurs für die bislang ausgesparten europäischen Länder darstellt, tummeln sich schließlich ganze sieben Stücke auf der Scheibe, die bereits auf „Here I am“ enthalten waren. Nichtsdestotrotz wirkt das Album in sich stimmig und keineswegs lieblos zusammengestückelt, denn bereits der titelgebende Opener und der anschließende astreine Rocker „Falling away“ zeigt, in welchen Dimensionen sich Fräulein Ravens musikalische Ambitionen erstrecken und überzeugen durch eine charismatische Stimme mit druckvoller Instrumentierung.

Dass sich die textliche Ebene dabei größtenteils um Herzschmerz und den bösen Ex-Freund dreht, muss man einfach in Kauf nehmen, dafür hat Marion den Großteil der Stücke selbst geschrieben und hat sich nur bei einigen Tracks von namhaften Songwritern wie Dr. Luke (Avril Lavigne, Kelly Clarkson), Max Martin (Britney Spears, P!nk, Kelly Clarkson, Backstreet Boys), der Kanadierin Chantal Kreviazuk oder Mötley Crüe-Bassist Nikki Sixx unter die Arme greifen lassen.

Nach mehreren Durchgängen verliert der perfekt produzierte Pop/Rock zwar etwas an Durchschlagskraft, da doch mehrere 08/15-Strukturen die Vorhersehbarkeit fördern und die Halbwertszeit der Platte stark reduzieren. Außerdem übertreibt es Miss Raven hin und wieder mit ihrer Stimme etwas und jappst mehr als sie singt, aber dennoch ist „Set me free“ ein charismatisches Album mit einer sympathischen Sängerin, die alleine mit der Ansage „This is a song about my ex-boyfriends new girl“ im Hidden Track „Let me introduce myself” die Herzen der weiblichen Anhängerschar für sich gewonnen haben dürfte.

Anspieltipps:

  • Crawl
  • Break You
  • Falling Away
  • Heads Will Roll
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